1690

Fakten - 1691

1692

1691 

Au * Die Paulaner-Mönche stellen trotz kurfürstlichen Verbots Weißbier her.

1691 

Berg am Laim - Ramersdorf * Der Kölner Kurfürst und Erzbischof, Joseph Clemens, lässt den „Kölner Ziegelstadel“ erbauen.  

Er befindet sich zwischen der Straße nach Ramersdorf (Rosenheimer Straße) und dem Weg nach Berg am Laim (Berg-am-Laim-Straße).  

An der Rosenheimer Straße entstehen noch drei weitere „Ziegelstadel“.  
Einer gehört der „Stadtkammer“, ein Anderer ist in Privatbesitz, der Dritte gehört dem „Paulaner-Kloster“

5. Januar 1691 

München * Die Bürgerschaft wird darauf aufmerksam gemacht, dass weder Spül- noch anderes Wasser auf die Gasse geschüttet werden darf. 

22. Februar 1691 

München-Graggenau * Kurfürst Max Emanuel schenkt den „Englischen Fräulein“ das von ihnen seit dem Jahr 1628 bewohnte Haus in der Weinstraße. 

6. April 1691 

Freising - München-Hackenviertel * Bischof Joseph Clemens stellt zur „Augenwende“ in der „Herzogspitalkirche“ eine „Approbationsurkunde“ aus.  

In dieser bestätigt er, dass dieses und andere Wunder „als der Wahrheit gemäße und von der wunderthätigen Hand Gottes und seiner werthen Mutter Fürbitte herrührende Gnadenzeichen den Christgläubigen billig vorgetragen und von Jedermann sicherlich können geglaubt werden“

20. April 1691 

München-Graggenau * Die „Englischen Fräulein“ bitten die Stadt um einen Zuschuss für ihr neu zu erbauendes Haus an der Weinstraße.  

Da auch Kurfürst Max Emanuel eine großzügige finanzielle Unterstützung zugesagt hat, beschließt der Rat der Stadt, ihnen 20.000 Ziegelsteine mit dem Transport durch den städtischen Fuhrdienst zuzugestehen. 

8. August 1691 

München-Hackenviertel - Turin * Nach einem Gottesdienst in der Herzogspitalkirche bricht Kurfürst Max Emanuel zu einem kaiserlichen Feldzug nach Savoyen auf. 

11. August 1691 

München - Wien * Kurfürstin Maria Antonia reist mit kleinem Gefolge auf dem Wasserweg nach Wien. 

17. August 1691 

Mailand * Kurfürst Max Emanuel zieht zusammen mit dem Herzog von Savoyen in Mailand ein. 

19. August 1691 

Turin * Kurfürst Max Emanuel zieht prunkvoll - in der Heimatstadt seiner Mutter Henriette Adelaide - in Turin ein. 

15. Oktober 1691 

München * Maria Anna Lindmayr wird am „Fest der großen Theresia von Avila“, vom Prior des Karmeliterklosters als Tertiarin in die Ordensgemeinschaft aufgenommen. Sie erhält das Drittordenskleid und führt fortan für sich ein strenges Büßerleben. 

31. Oktober 1691 

München * Die Weinwirte, Gastgeben und Bierbrauer bitten den Inneren Rat künftig auch die Zunft der Handelsleute sowie das Handwerk der Köche, Metzger, Landkutschiere und Branntweiner am Transport der Geschütze auf die Wälle heranzuziehen.  

Bei feierlichen Anlässen und Einzügen müssen die „Stuckh“ genannten Geschütze zum Salutschießen auf die Wälle gebracht werden. Diese Aufgabe wird bisher von den Weinwirten und Bierbrauern wahrgenommen. 

12. Dezember 1691 

Madrid - Brüssel * Baiern Kurfürst Max Emanuel wird durch Spaniens König Carl II. zum „Generalstatthalter der Spanischen Niederlande“ ernannt.

22. Dezember 1691 

Haidhausen - Giesing - Zamdorf - München-Lehel * Die Bauern aus Haidhausen, Giesing, Zamdorf und anderen Orten haben die 455 Fudern Bauschutt des abgebrochenen „Schäfflerturms“ an der Weinstraße auf das „Wöhrl“ oberhalb der Isarbrücke [= „Kohleninsel“] gebracht.  

Der Abbruch des ehemaligen „Stadttores“ war wegen des Neubaus der „Englischen Fräulein“ notwendig geworden.