Am 10. August geschah

  • 10.8.955 (vor 1065 Jahren)

    Lechfeld * Die dreitägige „Schlacht auf dem Lechfeld“ beginnt.  

    Die „Hunnen“ genannten ungarischen Reiterhorden werden von einem zusammengewürfelten Heer aller deutschen Stämme (Sachsen, Franken, Baiern und Schwaben) besiegt.  

    Anschließend setzen die „Panzerreiter“ Ottos des Großen den Flüchtenden nach, werden „eingeschlossen und von Bewaffneten niedergemacht“.  
    Weitere Tausende Ungarn ertrinken angeblich in den Fluten des Lechs, dessen Wasser vom Blut der vielen Toten rot gefärbt ist.  
    Das „Schlachtfeld“ am Lech ist mit Toten übersät.  

    Die „Schlacht auf dem Lechfeld“ gilt unter Historikern als eines der bedeutendsten Ereignisse in der deutschen Geschichte.
    Man spricht sogar von der „Geburtsstunde der deutschen Nation“

  • 10.8.1662 (vor 358 Jahren)

    München-Kreuzviertel • Da die Rochus-Kapelle seit ihrer Niederlassung den Augustiner-Eremiten anvertraut worden war, galten ihre Vorrechte auch noch, als die Theatinerpatres die Kirche für ihre Zwecke nutzen. Denn die Augustiner lesen hier wöchentlich zwei Messen. Dass das die Theatiner als störend empfinden, kann nachvollzogen werden. Entsprechend unzufrieden sind sie deshalb auch mit dieser Situation. Deshalb bitten sie den Ferdinand Maria um Erweiterung der Kirche und des Wohnhauses. Der Kurfürst verweigert in Anbetracht des geplanten Neubaus dieses Ansinnen. 

  • 10.8.1663 (vor 357 Jahren)

    München - Turin • Kurfürstin Henriette Adelaide bittet ihre Mutter Christine Marie ihr bei der Planung der „Vier Appartements Nobles“ zu helfen. Es geht um um Planungen für das Schlosses Nymphenburg. 

  • 10.8.1664 (vor 356 Jahren)

    Vasvár-Eisenburg * Kaiser Leopold I. schließt in Vasvár-Eisenburg mit den Osmanen den Friedensvertrag von Eisenburg für die Dauer von zwanzig Jahren ab. 

  • 10.8.1772 (vor 248 Jahren)

    München * Der „Feiertag des heiligen Laurentius“ wird letztmals gefeiert. 

    Er wird am 14. Dezember 1772 durch eine vorausgehende päpstliche „Breve“ vom 16. Mai 1772 abgeschafft. 

  • 10.8.1790 (vor 230 Jahren)

    München-Englischer Garten * Kurfürst Carl Theodor erlässt eine „Spezialresolution“, die die Verwaltung und Benutzung des „Englischen Gartens“ und aller darin befindlichen Grundstücke und Gebäude regelt. 

  • 10.8.1800 (vor 220 Jahren)

    München * Eine Flugschrift mit dem Titel „Wahrer Überblick der Geschichte der baierischen Nation, oder das Erwachen der Nationen nach einem Jahrtausend“ wirft Kurfürst Max IV. Joseph vor, „durch seinen Menschenverkauf, durch seine Verschwendung, durch die immerwährende Aushebung und gänzliche Entvölkerung des Landes, durch die volle Verwirrung, die er stiftete, alle Achtung, alles Zutrauen verloren“ zu haben. Gleichzeitig formuliert die Schrift ein in die Zukunft gerichtetes politisches Programm einer Republik in Süddeutschland:  

    • „Baiern, vereint mit Schwaben, wird das österreichische Joch abschütteln [...] und [...] vereinigt mit einem Teile Frankens [...] sich eine auf Unabhängigkeit, Freiheit und Gleichheit gegründete Verfassung geben“.  
    • Zur Umsetzung dieses Zieles erhofft sich die „Flugschrift“ die Unterstützung der „Republik Frankreich“.  

    Diese „Flugschriften“ finden nicht nur in der Stadt ihre Leser.  
    Da sie auf der „Schranne“ meist heimlich in die Säcke gesteckt wird, verbreitet sich der „revolutionäre“ Inhalt auch auf dem Land.  

    Durch die bloße Anwesenheit der Franzosen wagen sich die „Zensurbehörden“ nicht, entschlossen gegen die „Flugschriften“ vorzugehen. 

  • 10.8.1807 (vor 213 Jahren)

    München-Englischer Garten * Friedrich Ludwig Sckell fertigt einen „Plan B“, den er gemeinsam mit „Plan A“ samt einer erläuternden Denkschrift dem König überreicht.

    Darin drückt er seine Unzufriedenheit mit der Art der Bepflanzung, der er das Fehlen von „pittoresken Ansichten“ vorwirft, und der architektonischen Gestaltung der zumeist aus Holz errichteten „Parkbauten“ aus.
    Diese sind nach seiner Meinung weder stabil genug gebaut, noch entsprechen sie der „reinen Baukunst“.

    Den „Chinesischen Turm“ will er sofort abreißen lassen, da „der Chinesische Geschmack der Baukunst keine Nachahmung verdienet, und wenn einst dieser ganz faul seyn wird, und abgebrochen werden muß, Kein anderer mehr erbauet werden dürfte“.

  • 10.8.1809 (vor 211 Jahren)

    Tirol * An der „Lienzer Klause“ ist der Widerstand der Tiroler so groß, dass der kommandierende General Rusca nach Kärnten ausweichen muss.

  • 10.8.1896 (vor 124 Jahren)

    München-Haidhausen * Erstmals wird in Haidhausen „Hofbräubier“ gebraut.

  • 10.8.1913 (vor 107 Jahren)

    Bukarest - Sofia - Belgrad - Athen - Konstantinopel - Wien - Petersburg * Im „Bukarester Frieden“ verliert Bulgarien einen Großteil seiner Eroberungen aus dem „Ersten Balkankrieg“.  

    • Serbien und Griechenland teilen sich Mazedonien,  
    • Rumänien kann sich weiter zum „Schwarzen Meer“ hin ausweiten und  
    • die Türkei erhält einen Teil seines europäischen Besitzes zurück.

    Die „k.u.k-Monarchie“ Österreich-Ungarn ist jedoch spätestens jetzt fest entschlossen, ein weiteres Vordringen des zur „Mittelmacht“ aufgestiegenen Balkanstaats Serbien mit aller Macht zu verhindern - auch um den Preis eines Krieges mit Russland. 

  • 10.8.1914 (vor 106 Jahren)

    München * Im „Bayerischen Innenministerium“ wird die Versorgung der Bevölkerung mit Fleisch während der Kriegszeit besprochen.  

    Da aus allen Regierungsbezirken eine gute bis sehr gute Heuernte gemeldet wird und sowohl die Kartoffel- wie die Getreideernte zufriedenstellend ausfiel, sehen die Viehzüchter keinen Grund zur Sorge.  
    Nur der Verbrauch von Kalbfleisch sollte eingeschränkt werden.

    Außerdem sollte die Haltung von Kaninchen gefördert werden, weil diese „innerhalb kurzer Zeit ein großes Quantum von Fleisch für den Haushalt liefern“.  

    Als Bilanz der Besprechung wird festgestellt, dass Bayern hinsichtlich der Fleischversorgung vollkommen sicher sei, selbst wenn sich der Krieg länger hinziehen sollte.  

    Solche Besprechungen machen deutlich, dass man sich über Fragen der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und anderer lebenswichtiger Gebrauchsgüter keine Gedanken machte.  
    Niemand rechnete ernsthaft mit einem längeren Krieg. 

  • 10.8.1914 (vor 106 Jahren)

    München-Haidhausen * Erstmals marschieren in Haidhausen die Truppen auf dem Johannisplatz zur „Truppenaussegnung“ auf, um vor dem Abmarsch noch den kirchlichen Segen zu erhalten.  

    „Der Kommandeur hielt eine kernige Ansprache und bat zum Schluss um Gottes Beistand.  
    Der Priester war unter dem Thronhimmel vor die Kirche getreten und erteilte, das Allerheiligste nach allen Seiten zeigend, den Segen. [...]  
    In allen katholischen Gotteshäusern wurde der Hirtenbrief des Kardinals verlesen, darauf drei Gebete für das Vaterland und unsere Krieger gehalten“
    .

    Solche abendlichen und nächtlichen Aufmärsche mit kirchlichem Segen werden sich noch mehrmals wiederholen. 

  • 10.8.1914 (vor 106 Jahren)

    Hattingen - Cirey-sur-Vezouze * „Mit donnerndem Hurra“ überschreitet das bayerische „I. Infanterieregiment König“ - unter der Führung des bayerischen „Kronprinzen“ Rupprecht - die deutsch-französische Grenze bei Hattingen.  

    Dort trifft es bei Cirey-sur-Vezouze in Lothringen zum ersten Mal auf den französischen Feind. 

  • 10.8.1963 (vor 57 Jahren)

    München-Thalkirchen * 50 Jahre nach der Vereinsgründung kann die „Ranch“ des „Cowboy Clubs München 1913“ - mit großen persönlichen und finanziellen Opfern der Mitglieder - eröffnet werden. 

  • 10.8.2017 (vor 3 Jahren)

    München - München-Berg am Laim * Der „Vergabesenat des Oberlandesgerichts“ weist die Beschwerde des Berliner Architekten Stephan Braunfels gegen die „Auswahl der Teilnehmer am Architekten-Wettbewerb“ zurück.

    Jetzt soll alles ganz schnell gehen:

    • Ende Oktober, Anfang November soll eine Jury den „Siegerentwurf“ für das neue Münchner „Konzerthaus“ küren,
    • im Frühsommer 2018 sollen die Bauarbeiten auf dem „Werksviertel“ beginnen.