Am 16. Dezember geschah

  • 16.12.1705 (vor 314 Jahren)

    München * Der „Münchner Verschwörerkreis“ hat sich um den „Eisenhändler“ und „Mitglied des Äußeren Rats“ Sebastian Senser, den „Gastwirt“ Franz Mader, die „Hofköche“ Kaspar Eckart und Sebastian Engelhart, den „Registratur-Adjukt“ Ignaz Haid, den „Studenten“ Anton Passauer und den im Lehel wohnenden „Aujäger“ Franz Daiser erweitert. 

    Eine weitere Anwerbung findet weder bei den „Studenten“, noch bei den „Hofbediensteten“ Anklang.

  • 16.12.1705 (vor 314 Jahren)

    Königsdorf * Die drei Münchner Wirte Johann Jäger, Johann Georg Küttler und Georg Hallmayr nehmen Verbindung mit den „Oberländern“ auf.  

    In Königsdorf treffen sie sich mit Adam Schöttl, dem „Jägeradam“, und drei Tölzer Bürger, dem „Weinwirt“ Franz Jäger, der Bruder des Münchner „Jägerwirts“, und den beiden „Bierbrauern“ Michael Schaindl und Anton Fiechtner. 

    Man beschließt ein „Manifest“, das den Aufstand begründen soll: 

    • Es sind dies die hohen Steuern und Kriegsumlagen sowie die Quartierlasten und Ausschreitungen der Soldaten;
    • die vertragswidrige Besetzung des „Rentamtes München“ sowie
    • die Verweigerung der Rückkehr der Kurfürstin;
    • die Beschlagnahme kurfürstlichen Eigentums und
    • die befürchtete Deportation der Prinzen.

    Weil die „Landschaftsvertretung“ die Interessen des Landes nicht ausreichend unterstützt, ist die Vertreibung der „eingedrungenen frembden Regierungs Göst“ das einzige Mittel.

  • 16.12.1705 (vor 314 Jahren)

    Niederbaiern * Der auf dem „Kongress von Anzing“ vereinbarte „Waffenstillstand“ wird von den niederbaierischen Bauern gebrochen und die Kampfhandlungen wieder aufgenommen.

  • 16.12.1768 (vor 251 Jahren)

    Haidhausen * „Schulmeister“ Alois Reichl kauft eine benachbarte Herberge auf, lässt beide Häuser abtragen und an ihrer Stelle ein neues Gebäude erbauen. 

    Das sogenannte „Schulmeisterhaus“ befindet sich an der heutigen Einsteinstraße, gegenüber der „Unionsbrauerei“.

  • 16.12.1794 (vor 225 Jahren)

    München * Fast alle Zünfte schließen sich dem Streik an. 

    Arbeitswillige Gesellen werden zum Teil mit Gewalt an ihrer Tätigkeit gehindert.
    Auch die Meister legen die Arbeit nieder. 

    Zwischen 4.000 und 5.000 Handwerker streiken und gefährden damit die Versorgung Münchens.

  • 16.12.1847 (vor 172 Jahren)

    München * Die neuernannte Regierung versucht umgehend innenpolitisch die Wogen zu glätten und erreicht die „Aufhebung der Zensur für die inneren Angelegenheiten“.  

    Der „Leitende Minister“ Ludwig zu Oettingen-Wallerstein sammelt inzwischen - natürlich ohne Wissen des Königs - Material für die „Entfernung der Lola Montez“

    Das bedeutet allerdings, dass satirische Zeitschriften nun vermehrt Karikaturen von Lola und Ludwig veröffentlichen.  
    ​Auch Schmähschriften kursieren in großer Menge.  

    In der politischen Presse offenbart sich, dass die Person des Königs nicht mehr unantastbar erscheint und Ludwig I. den Staat nicht mehr unangefochten repräsentiert. 

  • 16.12.1916 (vor 103 Jahren)

    München-Lehel * Karl Valentin und Liesl Karlstadt treten im „Annenhof“, in der Liebigstraße 22 auf.

  • 16.12.1918 (vor 101 Jahren)

    München-Kreuzviertel * Der Ministerrat billigt die von Kultusminister Johannes Hoffmann vorgelegte „Verordnung, betreffend Beaufsichtigung der Volksschule“.

    Darin wird ab 1. Januar 1919 die geistliche Schulaufsicht abgeschafft und Übergangsregelungen für die Zeit bis dahin festgeschrieben.

    • Die Ortsschulaufsicht geht vom Ortspfarrer auf den Bürgermeister über.
    • Darüber hinaus wird ein freireligiöser Sittenunterricht eingeführt und
    • der Zwang zur Teilnahme am Religionsunterricht abgeschafft.

    Damit sind zentrale kulturpolitische Forderungen der Sozialdemokratie der letzten Jahrzehnte erfüllt. 

  • 16.12.1918 (vor 101 Jahren)

    München-Ludwigsvorstadt * Auf Einladung von Toni Pfülf und Nanette Katzenstein treffen sich Frauen, „die entweder schon auf dem Boden des Sozialismus stehen oder dieser Richtung zuneigen“.

    Das Ziel ist ein „Bund sozialistischer Frauen“ die feministisch denken und die Interesse an der Gestaltung einer Frauen- und Friedenspolitik haben. Es gibt keine Satzung und kein Programm. Geblieben sind zwei Plakate und die von Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann herausgegebene Zeitschrift „Die Frau im Staat“

  • 16.12.1918 (vor 101 Jahren)

    Berlin * Der Erste Allgemeine Kongress der Arbeiter- und Soldatenräte Deutschlands beginnt im Preußischen Abgeordnetenhaus in Berlin. Der Reichsrätekongress dauert bis zum 20. Dezember.

    Pro 200.000 Einwohner wird ein Arbeiterrat, pro 100.000 Soldaten ein Soldatenrat entsandt. Die SPD-Delegierten haben eine Zweidrittelmehrheit.

    Nur zwei von 490 Delegierten sind Frauen. 298 Delegierte sind Mitglieder der MSPD, 101 Delegierte gehören der USPD an. 25 bezeichnen sich als Demokraten, 26 Soldatenräte und 49 Arbeiterräte machen keine Angaben zu ihrer politischen Orientierung. 

  • 16.12.1921 (vor 98 Jahren)

    Berlin * Der Reichstag hebt die Republikschutz-Verordnungen vom 29. August und 28. September wieder auf. 

  • 16.12.1941 (vor 78 Jahren)

    Bernried * Das „Sommerhaus“ der Familie Haas in Bernried wird „arisiert“

    Neuer Besitzer ist:
    Das „Deutsche Reich, vertreten durch den Oberfinanzpräsidenten in Berlin, erworben kraft Verfallserklärung infolge Ausbürgerung“.

  • 16.12.1963 (vor 56 Jahren)

    Bundesrepublik Deutschland - Seoul * Zwischen [Süd-] Korea und der Bundesrepublik Deutschland wird ein „Abkommen zur Anwerbung koreanischer Arbeitskräfte für den deutschen Arbeitsmarkt“ abgeschlossen. 

    In der Vereinbarung wird die vorübergehende Beschäftigung von koreanischen Bergarbeitern im westdeutschen Steinkohlenbergbau geregelt.  

    Ziel der Beschäftigung ist es, „die beruflichen Kenntnisse der koreanischen Bergarbeiter zu erweitern und zu vervollkommnen“

  • 16.12.1987 (vor 32 Jahren)

    Bonn * Erich Riedl spricht in der Münchner Abendzeitung im Zusammenhang mit Aids-Erkrankten von „absondern“

  • 16.12.2015 (vor 4 Jahren)

    München-Graggenau * Der bayerische „Finanz- und Heimatminister“ Markus Söder eröffnet im „Vierschäftesaal“ der Münchner „Residenz“ eine zeitlich befristete Ausstellung von Bronzeskulpturen aus dem späten 16. und frühen 17. Jahrhundert.  

    Die Ausstellung ist bis zum 14. Februar 2016 für die Öffentlichkeit zu besichtigen.  
    Danach können die Werke im „Bronzesaal“ nur noch geladene Gäste und Teilnehmer gelegentlich stattfindender öffentlicher Führungen erleben.  

    Es handelt sich dabei um Bronze-Skulpturen, die durch Kopien ersetzt und danach aufwändig restauriert worden sind. 

  • 16.12.2017 (vor 2 Jahren)

    Nürnberg * Auf dem CSU-Parteitag in Nürnberg wählen die Delegierten Markus Söder zum designierten Ministerpräsidenten

  • 16.12.2017 (vor 2 Jahren)

    München-Kreuzviertel * Kardinal Rainhard Marx leitet mit einem Gottesdienst in der „Frauenkirche“ das „Seligsprechungsverfahren“ für Dr. Fritz Gerlich und Romano Guardini ein.