Am 20. August geschah

  • 20.8.1504 (vor 514 Jahren)

    Landshut * Herzog Ruprecht von der Pfalz stirbt in Landshut an der Ruhr.

  • 20.8.1620 (vor 398 Jahren)

    Linz * Baierns Herzog Maximilian I. erzwingt von den oberösterreichischen Landständen die Auslieferung der Konföderationsurkunde mit Böhmen und empfängt die Huldigung

  • 20.8.1627 (vor 391 Jahren)

    Au * Die Paulanermönche werden in die Au geholt.

  • 20.8.1766 (vor 252 Jahren)

    Miesbach - München * Der „Gerichtspfleger“ von Miesbach leitet eine Untersuchung ein, die umgehend zur Inhaftierung von neun „Haberern“ des „Parsberger Treibens“ vom 1./2. April 1766 führt.

    Der folgende „kurfürstliche Erlass“ vom 20. August 1766 stellte das erste Dokument der Verfolgung des „Haberfeldtreibens“ durch die baierischen Behörden dar. 

  • 20.8.1800 (vor 218 Jahren)

    München * Als die Münchner „Bürger-Delegation“ Moreau nochmal aufsuchen will, lässt er sie nicht mehr vor.  

    Verärgert lässt ihnen der französische „Oberbefehlshaber“ ausrichten, er würde sie, falls sie ihn nochmal belästigen sollten, die Treppe hinunterwerfen lassen.

    Schroffer kann die Abfuhr nicht ausfallen.  
    Die französische Besatzungstruppe hat kein Interesse an einer Kooperation mit den „Rebellen“.  

    Gegenüber dem Münchner „Bürgerwehr-Kommandanten“ Felix Joseph Lipowsky ruft Moreau aus:  
    „Mein Gott! Man weiß nicht was man will! Eine Republik kostet viel Blut, wir haben sie“.  

    Damit ist der Plan eines „republikanischen Umsturzes“ gescheitert.  
    Scheinbar ist die Unzufriedenheit über die kurfürstliche Politik nicht so stark und so verbreitet, dass sie eine „Aufstandsbewegung“ wirklich getragen hätte. 

  • 20.8.1802 (vor 216 Jahren)

    Salzburg - Mühldorf * Das in Salzburg sitzende „Hofratsdirektorium“ teilt dem Mühldorfer „Pfleger“ Siegmund Christoph von Hartmann mit, dass für eine militärische Besetzung der Stadt keine rechtlichen Grundlagen vorhanden wären und diese einen massiven Rechtsbruch darstellen würde. 

    Doch sei angesichts der Lage ein „aktiver Widerstand nicht angemessen“.

  • 20.8.1843 (vor 175 Jahren)

    Berlin * Lola Montez‘ rastloses Leben hat sich auf den Kontinent verlagert.  

    Vom Fürstentum Reuß im Thüringischen Wald kommend, wo Prinz Heinrich LXXII. residiert, trifft die Künstlerin in Berlin ein, wo sie als Tänzerin auftritt.

    Bei dem nach Erotik und Exotik lechzenden Publikum hat sie so enormen Zuspruch, dass das „Königliche Preußische Schauspielhaus” ausverkauft ist. 

  • 20.8.1854 (vor 164 Jahren)

    München * Ludwig Joseph Graf von Arco, der Ehemann der Kurfürstin-Witwe Maria Leopoldine, stirbt in München. 

  • 20.8.1901 (vor 117 Jahren)

    München-Bogenhausen - München-Haidhausen * Die gesamte Münchner Prominenz erscheint in feierlicher Garderobe zum „Eröffnungs-Festakt“ des neuen „Prinzregententheaters“.

    Die Besucher erhalten „eine mit vielen Illustrationen geschmückte prächtige Festschrift, den Damen spendet die aufmerksame und galante Intendanz reizende Bouquets mit Bandschleifen in den bayerischen Farben“.
    Danach werden sie mit den Klängen der Aufführung der „Meistersinger von Nürnberg“ verwöhnt.

    Der einheitliche Eintrittspreis für den Theaterbesuch beträgt 20 Mark.
    Das entspricht dem durchschnittlichen Wochenlohn eines Arbeiters.

  • 20.8.1914 (vor 104 Jahren)

    Lothringen * Die „Schlacht von Lothringen“ beginnt; sie dauert bis zum 22. August und ist die erste große Schlacht an der „Westfront“ und die letzte, in der die bayerische Armee geschlossen ins Feld zieht.

    Zunächst geht die Rechnung der Bayern auch auf.  
    Die Armeen unter bayerischer Führung können den Franzosen eine schwere militärische Niederlage zufügen, weshalb sie sich aus Lothringen und dem Elsass bis östlich von Nancy zurückziehen müssen. 

  • 20.8.1914 (vor 104 Jahren)

    Nomeny * Bayerische Soldaten stecken das Dorf Nomeny in Brand.

    Danach kommt es zu etlichen deutschen Gräueltaten in verschiedenen Orten.  
    Manche Zivilisten haben das Glück, dass sie nur als Geisel mitgenommen und später wieder freigelassen werden.  

    Unter der Führung von Kronprinz Rupprecht erringen zwei deutsche Armeen zwar einen Sieg, dennoch stecken die Truppen bald in ihren Stellungen fest. 

  • 20.8.1914 (vor 104 Jahren)

    Brüssel - Antwerpen * Deutsche Truppen besetzen die belgische Hauptstadt Brüssel.  

    Die dort stationierte belgische Armeeführung flieht daraufhin nach Antwerpen. 

  • 20.8.1914 (vor 104 Jahren)

    Berlin - Ostpreußen * Helmuth von Moltke, der Chef der „Obersten Heeresleitung“, lässt den für Ostpreußen zuständigen und mit der Situation total überforderten „Generaloberst“ Maximilian Freiherr von Prittwitz und Gaffron absetzen.  

    Denn ein Verlust Ostpreußens als „Kornkammer“ des Reiches hätte nicht nur wirtschaftlich, sondern auch für die Moral der Deutschen unabsehbare Folgen gehabt.

  • 20.8.1915 (vor 103 Jahren)

    Rom - Konstantinopel * Italien erklärt dem „Osmanischen Reich“ den Krieg. 

  • 20.8.1917 (vor 101 Jahren)

    München-Graggenau * Auf dem Marienplatz findet eine Frauendemonstration statt.

    Die Polizei kann die Rädelsführerin nicht festnehmen, weil sie ein Baby auf dem Arm trägt.

  • 20.8.1932 (vor 86 Jahren)

    Berlin * Karl Gandorfer stirbt während einer Rede im „Reichstag“ in Berlin. 

  • 20.8.1940 (vor 78 Jahren)

    München-Englischer Garten - Hirschau * Der 67 Hektar große „Hirschauer Forst“ wird dem „Englischen Garten“ gegen eine Bezahlung von 100.000 Mark übergeben.

  • 20.8.1965 (vor 53 Jahren)

    Großbritannien * Erst jetzt wird „(I can‘t get no) Satisfaction“ in England mit der B-Seite „The spider and the fly“ veröffentlicht. 

  • 20.8.1985 (vor 33 Jahren)

    München-Graggenau * Der „SPD-Stadtrat“ Alfred Lottmann stellt - aus Anlass des drei Jahre später bevorstehenden „70. Jahrestage der Revolution und der Ermordung Kurt Eisners“ - an Oberbürgermeister Georg Kronawitter den Antrag für eine „Würdige Gestaltung eines Denkmals für Kurt Eisner“ und kritisiert dabei entschieden die im Jahr 1976 gefundene Lösung.  

    Lottmann regt eine Veränderung der Straßenführung in der heutigen Kardinal-Faulhaber-Straße an, um dort den Platz für eine „Säule oder ähnliches“ zu schaffen. 

  • 20.8.1999 (vor 19 Jahren)

    Zugspitze - Hannover * Als Beitrag Bayerns auf der „EXPO“ im Jahr 2000 wird ein Felsstück von der „Zugspitze“ weggesprengt.

    Der 3,3 Tonnen schwere und 2,70 Meter hohe Fels mit einem Durchmesser von rund einem Meter steht jetzt im Garten des „Alpinen Museums“.