Am 21. August geschah

  • 21.8.1403 (vor 616 Jahren)

    München * Nach heftigen Bürgerunruhen in München werden im sogenannten „Wahlbrief“ die Grundlagen für die künftige Machtverteilung und des bürgerlichen Mitspracherechts neu festgelegt.

    „Einungen“ bezeihungsweise „Zünfte“ werden verboten, Bestehende aufgelöst.

    Die Münchner Handwerkerverbände nehmen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts keine politischen Funktionen mehr wahr.
    Durch eine straffe Gewerbeorganisation und -kontrolle stabilisiert der Rat seine Position.

  • 21.8.1773 (vor 246 Jahren)

    Rom-Vatikan * Papst Clemens XIV. hebt - auf Drängen mehrerer katholischer Monarchien - den „Jesuitenorden“ auf.

  • 21.8.1802 (vor 217 Jahren)

    München-Lehel * Entgegen der bisherigen Pläne können die ehemaligen „Hieronymiten“ als „Weltpriester“ in ihrem Kloster bleiben und auch weiterhin die Seelsorge im „Lehel“ versehen.  

    Das ist auch der Grund, weshalb die „Paramente und Kirchengeräte“ nicht versteigert, sondern später der Pfarrkirche zugeteilt werden. 

  • 21.8.1834 (vor 185 Jahren)

    Valley * Auf den „Brauereiaufseher“ von Valley wird ein Anschlag verübt.

    Wieder verdächtigt man „Haberer“. 

  • 21.8.1866 (vor 153 Jahren)

    München-Englischer Garten * Der „Zoo“ des Kaufmanns Benedikt Benedikt am Westrand des „Englischen Gartens“ ist nach drei Jahren schon wieder bankrott.

    Die Versteigerung des auf 118.000 Gulden geschätzten Geländes wird anberaumt, doch es findet sich kein Käufer.
    Das Gelände übernimmt die Stadt, die Wirtschaftsgebäude werden für den Betrieb eines „Kaffeehauses“ verpachtet.

  • 21.8.1876 (vor 143 Jahren)

    München-Au * Max Fey, der zweitälteste Bruder von Valentin Ludwig, wird geboren.

  • 21.8.1914 (vor 105 Jahren)

    Seilles an der Maas * Deutsche Truppen äschern das gegenüber von Andenne gelegene Städtchen Seilles an der Maas ein.  

    Weil Pioniere angegriffen wurden, während sie eine Brücke über die Maas schlugen, hat man etwa 200 Bewohner „standrechtlich“ erschossen und den Ort danach total zerstört. 

  • 21.8.1914 (vor 105 Jahren)

    Konstanz * Der 65-jährige Freiherr von Prittwitz wird durch den 66-jährigen und seit 1911 pensionierten Paul von Beneckendorff und Hindenburg ersetzt.  

    Dabei ging es der „Obersten Heeresleitung - OHL“ gar nicht um den kampferprobten Hindenburg, der bereits 1866 vor Königsgrätz kämpfte und 1870/71 am „Deutsch-Französischen Krieg“ teilgenommen hatte.  

    „Generalstabs-Chef“ Moltke bezweifelte sogar, dass Paul von Hindenburg über die erforderliche Tatkraft und Energie verfügen würde.  
    Für Hindenburg sprach eigentlich nur, „dass man von seinem Phlegma absolute Untätigkeit erwartete, um Ludendorff freie Hand zu lassen“.  

    Man wollte eigentlich Erich Ludendorff zum Befehlshaber in Ostpreußen machen.  
    Doch ein „Generalmajor“ bürgerlicher Abstammung konnte unmöglich zum „Oberbefehlshaber der 8. Armee“ aufsteigen, wo doch die anderen Armeekommandos in den Händen von Adeligen, häufig sogar Herzögen und Kronprinzen lagen.  

    Dennoch sollte der Bürgerliche hinter einem wenig antriebsvollen und alten Vorgesetzten die aktive Rolle des Armee-Kommandierenden übernehmen. 

  • 21.8.1918 (vor 101 Jahren)

    München - Nürnberg - Fürth * Innenminister Dr. Friedrich Ritter von Brettreich berichtet  seinen Ministerkollegen in einem Geheimschreiben über ein Gespräch mit sozialdemokratischen Arbeiterführern aus Nürnberg-Fürth:

    Diese sagten ihm, dass sie die Zuversicht nicht mehr teilen, „dass wir den Krieg wirtschaftlich durchhalten könnten“. Die Entbehrungen der Bevölkerung haben einen Grad erreicht, dass mit dem baldigen Zusammenbruch gerechnet werden muss.

    Das Vertrauen der Arbeiterschaft gegenüber den Gewerkschaften geht verloren, wenn sie weiter zu einer Regierung halten, „die ihre Versprechungen auf Besserung der Lage nicht einlösen vermocht und statt dessen immer nur neue Opfer und Entbehrungen verlangt und dadurch das Vertrauen des Volkes verloren habe. Sie würden für diese Enttäuschung mitverantwortlich gemacht, weil sie durch ihre Mitarbeit keine Besserung erreicht hätten, und sie stünden daher vor der Gefahr, ihren Einfluss auf die Arbeiterschaft zu verlieren“

  • 21.8.1944 (vor 75 Jahren)

    Berlin * In der „Hauptverhandlung“ gegen Freiherrn Ludwig von Leonrod wird Dr. Hermann Wehrle als Zeuge dem Angeklagten gegenüber gestellt.

    Ludwig von Leonrod wird zum Tode verurteilt.