Am 19. Februar geschah

  • 19.2.1316 (vor 702 Jahren)

    Ingolstadt * König Ludwig IV. hebt das „Grundruhrrecht“ auf der Isar und allen anderen baierischen Gewässern auf.  

    Dadurch gehört das auf einem gestrandeten Schiff oder Floß befindliche Gut nicht mehr dem Finder oder demjenigen, an dessen Grundstück es ans Land gespült wird, sondern es bleibt weiterhin im Eigentum des Eigentümers. 

  • 19.2.1727 (vor 291 Jahren)

    Schwabing * Mit einem Vertrag überlässt der „Geheime Rat“ und „Kabinettssekretär“ Franz Xaver Ignaz von Wilhelm sein in Schwabing gelegenes „Schloss Suresnes“ dem „Kölner Kurfürsten“ Clemens August zur „Nutzung“.  

    Dafür erhält Wilhelm das „Nutzungsrecht“ am „Schloss Ammerland“ am Starnberger See „mit der Jagd, der Fischerei und der Gärtnerei“.  
    Die Eigentumsrechte und Unterhaltspflichten an beiden Schlössern bleiben durch diesen Vertrag unangetastet.  
    Über die Hintergründe des „Nutzungstausches“ gibt es keine Unterlagen.  

    Die Vermutung ist naheliegend, dass der „Kölner Fürstbischof“ eine verschwiegenes Absteigequartier nahe Münchens für seine amourösen Vergnügungen sucht.  

    Der prachtliebende und den Freuden des Lebens sehr zugetane Fürst, der aufgrund seiner fünf Bistümer auch „Monsieur de Cinq-Eglises“ genannt wird, ist bis zum Todesjahr des „Geheimen Rats“ Franz Xaver Ignaz von Wilhelm, 1741, „Hausherr auf Schloss Suresnes“

  • 19.2.1749 (vor 269 Jahren)

    Au * „Priorin und Konvent“ beschließen die Erweiterung des „Klosters am Lilienberg“ durch einen Neubau.
    Der „Konvent der Benediktinerinnen“ umfasst inzwischen 23 „Professen“ und 4 „Schwestern“.

  • 19.2.1790 (vor 228 Jahren)

    München * Die Einfuhr und die Verbreitung von Schriften mit revolutionärem Inhalt wird durch Kurfürst Carl Theodor verboten und mit Strafe belegt.

  • 19.2.1810 (vor 208 Jahren)

    Mantua * Trotz Bitten der Stadtbevölkerung von Mantua und der Interventionen des „Vizekönigs“ Eugéne Beauharnais sowie des „Kronprinzen“ Ludwig I. wird Andreas Hofer auf persönliche Weisung Napoléon Bonapartes von einem französischem „Kriegsgericht“ zum Tode verurteilt.

  • 19.2.1813 (vor 205 Jahren)

    München * Carl von Eichthal, der spätere „Kgl. Bay. Hofbankier“ und Mitbegründer der „Bayerischen Vereinsbank“, wird in München geboren. 

  • 19.2.1834 (vor 184 Jahren)

    Nürnberg * König Ludwig I. gibt der von Geschäftsleuten gegründeten „Nürnberg-Fürth-Ludwig-Eisenbahngesellschaft“ seine Zustimmung zum Bau einer Eisenbahnlinie zwischen Nürnberg und Fürth. 

    Er merkt dabei an, dass weitere Eisenbahnen genehmigt und sogar vom Staat gebaut werden könnten. 

  • 19.2.1847 (vor 171 Jahren)

    München-Maxvorstadt * Der „Universitätsprofessor“ Ernst von Lasaulx fordert im „Senat der Universität“, dass man dem abgetretenen „Innenminister“ Karl August von Abel für sein „mannhaftes Eintreten für die Sache des Rechts und der Moral“ eine „Dankaufwartung“ machen sollte.  

    Ihm wird vom König die „Lehrerlaubnis“ entzogen. 

  • 19.2.1911 (vor 107 Jahren)

    Speyer * Michael Faulhaber wird im „Kaiserdom“ zu Speyer inthronisiert.

  • 19.2.1919 (vor 99 Jahren)

    München * Gegen 16 Uhr beginnt in München der sogenannte „Lotter-Putsch“, an dem sich rund 600 bewaffnete, überwiegend bayerische Soldaten beteiligen, die am 15. Februar aus Wilhelmshaven kommend hier eingetroffen sind.

    Die „Putschisten“ unter Führung des „Obermatrosen“ Conrad Lotter schlagen gleichzeitig an drei Stellen zu:

    • Sie besetzen das „Telegraphenamt“ am Hauptbahnhof,
    • verhaften zur gleichen Zeit den „Stadtkommandanten“ Oskar Dürr und den „Polizeipräsidenten“ Josef Staimer in ihren Dienststellen und
    • wollen in das vom „Rätekongress“ besetzte Landtagsgebäude in der Prannerstraße eindringen.
    • Außerdem wollen sie Kurt Eisner festnehmen und in die Tschechoslowakei abschieben.

    Während die putschenden Matrosen die beiden ersten Aktionen erfolgreich durchführen können, werden sie im Landtag von der „Landtagswache“ mit Maschinengewehrfeuer vertrieben.
    Die Festnahme von Kurt Eisner verhindert der „Landessoldatenrat“ Richard Scheid.

    Die Münchner Bevölkerung hält die „Putschisten“ fälschlich für preußische „Spartakisten“.

    Es kommt am Bahnhofsplatz zu einer kurzen Schießerei, bei dem der Straßenbahnfahrer Franz Stangl durch einen Kopfschuss ums Leben kommt.

    Gegen 17:30 Uhr ziehen sich die putschenden Matrosen zurück.
    Conrad Lotter wird verhaftet. 

  • 19.2.1971 (vor 47 Jahren)

    London * Der Prozess zur Auflösung der „Gesellschaft Beatles & Co“ beginnt in London.