Am 18. Dezember geschah

  • 18.12.1596 (vor 422 Jahren)

    Regensburg - Rom * Der Regensburger Fürstbischof Philipp Wilhelm wird im Alter von 20 Jahren von Papst Clemens VIII. zum Kardinal erhoben. 

  • 18.12.1689 (vor 329 Jahren)

    München * Der Nachfolger des Haidhauser „Schulmeisters“, Melchior Eizinger, muss zunächst die Witwe Pabenstuber heiraten, um die „Lehrerstelle“ überhaupt erwerben zu können. 

    Das „Schulhaus“ befindet sich an der südlichen Preysingstraße, gegenüber der Einmündung der Wolfgangstraße.

  • 18.12.1705 (vor 313 Jahren)

    Tölz * Im Tölzer „Franziskanerkloster“ treffen sich die Beamten und Gemeindeobmänner des „Gerichts Tölz“ und Umgebung.
    Mit anwesend sind der „Pflegskommisär“ Maximilian Alram aus Valley, der ehemalige baierische „Kriegskommissär“ Matthias Ägidius Fuchs und die Offiziere.

    Den Anwesenden wird in einer Mischung aus Halbwahrheiten und maßlosen Übertreibungen eröffnet, dass die „Kaiserliche Administration“ die kurfürstlichen Prinzen aus München entführen möchte, weshalb einige Adelige und die Münchner Bürgerschaft dringend bitte, dass man im „Oberland“ zu den Waffen greifen und die „Kaiserlichen“ aus München vertreiben soll.
    Aus dem „Rentamt München“ wären dazu 20.000 Mann bereit. Und aus dem „Unterland“ erwarte man weitere 8.000.
    Außerdem hätten die Münchner versprochen, dass sie die „Aufständischen“ ohne Verlust eines einzigen Mannes und ohne einen Schuss Pulver in die Stadt schleusen würden.
    Den Beamten erklärt man, dass der „Marsch nach München“ den Intensionen des Kurfürsten entspräche, wie der Brief vom 9. Dezember 1705 beweise.
    Es wird für die Gerichte südlich von München ein „Aufgebotsbefehl“ erlassen.

  • 18.12.1802 (vor 216 Jahren)

    München-Graggenau * 19 der vierzig Nonnen aus dem „Pütrich-Kloster“ und ihr „Beichtvater“ begeben sich auf ihre Reise nach Reutberg. 

  • 18.12.1913 (vor 105 Jahren)

    Lübeck * Willy Brandt, der spätere Regierende Bürgermeister von Berlin und Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und SPD-Vorsitzende, wird als Herbert Ernst Karl Frahm  in Lübeck geboren. 

  • 18.12.1917 (vor 101 Jahren)

    Berlin - München * Kurt Eisner schreibt seiner Frau Else aus Berlin folgende Zeilen:

    „Es scheint mir nun doch gelungen, die schlafenden Seelen ein wenig aufzurütteln. Man hat meine Kritik anerkannt und meine Vorschläge angenommen.
    Alles kommt darauf an, ob sich die Persönlichkeiten finden, die für die Arbeit notwendig sind.
    Man hat mich selbst gebeten, die Tätigkeit hier zu übernehmen“

  • 18.12.1917 (vor 101 Jahren)

    Berlin * In Berlin wird die „Universum Film AG - Ufa“ als Propaganda-Instrument der „Obersten Heeresleitung - OHL“ gegründet. 

  • 18.12.1917 (vor 101 Jahren)

    Wien - Washington * Das „k. u. k. Ministerium des Äußern“ nimmt die amerikanische Kriegerklärung vom 11. Dezember 1917 gegen Österreich-Ungarn entgegen. 

  • 18.12.1917 (vor 101 Jahren)

    Washington * In den USA schlägt der Senat unter dem erheblichen Druck der Enthaltsamkeitsbewegung die Einführung der Prohibition vor. Herstellung, Verkauf und Transport alkoholischer Getränke sollen dadurch verboten werden. 

    Die Bestimmung wird am 16. Januar 1919 ratifiziert und tritt am 19. Januar 1920 in Kraft. 

  • 18.12.1918 (vor 100 Jahren)

    München-Ludwigsvorstadt * Am frühen Morgen ziehen mehrere hundert Menschen zum Hauptbahnhof, um die Bahnhofswache und deren Kommandanten zu verhaften.  

    Die Bahnhofswache gibt einige Schreckschüsse ab und säubert, nach einem erneuten Ansturm der Menge, den Platz. Die Demonstration dauert etwa zwei Stunden. Dabei erhält ein Unbeteiligter zwei Schussverletzungen. 

  • 18.12.1918 (vor 100 Jahren)

    München * Innenminister Erhard Auer erlaubt ausdrücklich die Zulassung von Milizen zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung. 

  • 18.12.1918 (vor 100 Jahren)

    München * Der Münchner Erzbischof Michael von Faulhaber reagiert auf die „Verordnung, betreffend Beaufsichtigung der Volksschule“ vom 16. Dezember 1918 überraschend pragmatisch und ist sogar bereit, die Schulaufsicht kampflos aufzugeben. 

    Auf der Bayerischen Bischofskonferenz erstellen die Bischöfe allerdings eine gemeinsame Protesterklärung gegen die schulpolitischen Maßnahmen der Revolutionsregierung.

    Die Bischöfe beklagen darin die einseitige Verletzung des im Konkordat anerkannten Rechts und betonen die langjährige und treue Mitarbeit der Kirche im Erziehungswesen

  • 18.12.1918 (vor 100 Jahren)

    Berlin * Auf dem Kongress der Arbeiter- und Soldaten-Räte Deutschlands in Berlin werden die Forderungen des Spartakusbundes und dem linken Flügel der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands - USPD zur Übertragung der gesamten Macht an die Arbeiter- und Soldaten-Räte abgelehnt.  

    Die Mehrheit stimmt für den Antrag der MSPD, „bis zur anderweitigen Regelung durch die Nationalversammlung die gesetzgebende und vollziehende Gewalt“ dem Rat der Volksbeauftragten [= Regierung Ebert] zu übertragen.  

    Die Mehrheit beschließt, die Wahlen zur Nationalversammlung auf den 19. Januar 1919 festzusetzen. 

  • 18.12.1918 (vor 100 Jahren)

    Berlin * Im Ersten Allgemeinen Kongress der Arbeiter- und Soldatenräte Deutschlands kommt es zu einer Debatte über die von den protestierenden Soldaten der Volksmarinedivision vom Vortag vorgetragenen Punkte.

    Durch die sogenannten Hamburger Punkte steht das deutsche Militär vor einem demokratischen Neubeginn wie noch nie vor diesem 18. Dezember. Die sieben Punkte werden nahezu einstimmig vom Kongress beschlossen:

    • Die Kommandogewalt über Heer und Marine üben die Volksbeauftragten unter Kontrolle des Vollzugsrats aus.
    • Als Symbol der Zertrümmerung des Militarismus und der Abschaffung des Kadavergehorsams wird die Entfernung aller Rangabzeichen und des außerdienstlichen Waffentragens angeordnet.
    • Für die Zuverlässigkeit der Truppenteile und für die Aufrechterhaltung der Disziplin sind die Soldatenräte verantwortlich. Der Kongress der Arbeiter- und Soldatenräte ist der Überzeugung, dass die unterstellten Truppen den selbstgewählten Soldatenräten und Vorgesetzten im Dienste den zur Durchführung der Ziele der sozialistischen Revolution unbedingt erforderlichen Gehorsam erweisen. Vorgesetzte außer Dienst gibt es nicht mehr.
    • Entfernung der bisherigen Achselstücke usw. ist ausschließlich Angelegenheit der Soldatenräte und nicht einzelner Personen. Ausschreitungen schädigen das Ansehen der Revolution und sind zur Zeit der Heimkehr unserer Truppen unangebracht.
    • Die Soldaten wählen ihre Führer selbst. Frühere Offiziere, die das Vertrauen ihrer Truppenteile genießen, dürfen wiedergewählt werden.
    • Offiziere der militärischen Verwaltungsbehörden und Beamte im Offiziersrange sind im Interesse der Demobilisierung in ihren Stellungen zu belassen, wenn sie erklären, nichts gegen die Revolution zu unternehmen. 
    • Die Abschaffung des stehenden Heeres und die Errichtung der Volkswehr sind zu beschleunigen. 
  • 18.12.1918 (vor 100 Jahren)

    Kassel * Die Oberste Heeresleitung - OHL reagiert scharf auf die vom Kongress der Arbeiter- und Soldatenräte Deutschlands beschlossenen Hamburger Punkte. Reichskanzler Friedrich Ebert wird massiv unter Druck gesetzt, weil sie Chaos, Niedergang, Bolschewismus und Wehrlosigkeit befördern.

    Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg und Generalquartiermeister Wilhelm Groener erklären gegenüber dem Rat der Volksbeauftragten ihren Rücktritt, falls die Hamburger Punkte angenommen und umgesetzt werden.

    „Die Verantwortung für alle Folgen würde vor dem deutschen Volke und der gesamten Welt sowie vor der Geschichte denjenigen zufallen, die diese Resolution durchsetzen würden“

  • 18.12.1933 (vor 85 Jahren)

    München-Maxvorstadt * Professor Dr. Ernst von Romberg, Bewohner des Hauses in der Richard-Wagner-Straße 2, stirbt im Alter von 68 Jahren.

  • 18.12.1942 (vor 76 Jahren)

    München-Bogenhausen * Dr. med. Gregor Ebner, der „Geschäftsführende Vorstand des Lebensborn e.V.“ und „ärztlicher Leiter“ sämtlicher „Lebensborn-Heime“, wohnt mit seiner Frau und den beiden jüngeren Töchtern bis zum 4. April 1943 im ersten Obergeschoss der Villa an der Ismaninger Straße 95. 

    Weitere Bewohner der Villa sind die „Lebensborn-Mitarbeiter“ Ueberschaar, Taubenheim und Pröll. Die Erdgeschosswohnung nutzt der „Leiter der Rechtsabteilung des Lebensborn e.V.“, Günther Tesch.

  • 18.12.1943 (vor 75 Jahren)

    Dartford * Keith Richards, Gitarrist und Songwriter der „Rolling Stones“, wird in Dartford in der Grafschaft Kent in England, geboren. 

  • 18.12.1963 (vor 55 Jahren)

    München-Englischer Garten * Der „Isarring“ und die „John-F.-Kennedy-Brücke“ wird dem Verkehr übergeben. 

    Die stark befahrene Straße zerteilt den „Englischen Garten“ am Herzstück des Parks, dem „Kleinhesseloher See“ und entwertet dadurch den Bereich entscheidend.

  • 18.12.1963 (vor 55 Jahren)

    Hamburg * Die Beatles geben im Hamburger „Star Club“ 13 Konzerte.

    Für drei Stunden spielen gibt es 100 DMark pro Mann und Abend plus Spesen und Hotel.