Fakten - München - Weinstadt & Biermetropole

1
Der Ursprung des Weines liegt im Dunkeln

um 3000 v.u.Z. 2
Die älteste nachweisbare Aufzeichnung über die Bierzubereitung

um 800 v.u.Z. 3
Der älteste Nachweis einer Bierbraukultur auf deutschem Boden

um Christi Geburt 4

Deutschland * Im Gefolge von Julius Cäsars Eroberung Galliens (um Christi Geburt) kommt der Wein über den Rhein nach Germanien.

um 270
Kaiser Aurelianus Domitius verbietet den Weinanbau an Rhein und Mosel

282
Kaiser Probus hebt das Weinanbauverbot an Rhein und Mosel wieder auf

Um 620
Seit der Christianisierung wird Messwein benötigt

634
In Luxueil in Burgund wird Bier gebraut

753
Der Weinanbau in Freising ist urkundlich belegt

Um 800
Die Araber bringen die Kunst der Destillation nach Italien

ab 800
Beginn der Zeit des Klimaoptimums für den Weinanbau

Um das Jahr 1000
Professionelle Bierproduktion im „Kloster Sankt Gallen“

1040
Das „Benediktinerkloster Weihenstephan“ erhält die Braugerechtsame

1050
Missionare gründen das „Kloster Weltenburg“ samt Brauerei

15. Juni 1158
Ein „Hausbraurecht“ wird als gesichert angenommen

1160
Hildegard von Bingen beschreibt die Wirkung des Hopfens

um 1250
Das Anbaugebiet des „Baierweins“ umfasst circa 2.000 Hektar

1292
Nach einer Missernte wird in Niederbaiern das Bierbrauen verboten

1293
Das „Münchner Handwerk der Brauer“ wird erstmals genannt

1300
Das Klimaoptimum für den Weinanbau geht langsam zu Ende

Um 1300
Der Wein ist das dominierende „Volksgetränk“ in Baiern

Um das Jahr 1300
Der beste „Welschwein“ kostet 4 Pfennig je Mass

16. November 1306
Die „Klarissinnen-Nonnen“ erhalten das „Brau- und Schankrecht“

1310
Die älteste Münchner „Floßordnung“ und ihre Strafen

1312
Neben Wein, Met und Bier wird immer auch „Greußing“ erwähnt

1317
König Ludwig „der Baier“ verbietet das Bierbrauen

1323
Wilhelm von Ockham wird der „Häresie“ bezichtigt

1328
Konstruiertes Gründungsjahr der „Augustiner-Brauerei“

1350
Der „Weinmarkt“ findet jeden Montag auf dem „Schrannenmarkt“ statt

1363
Nur Angehörige aus Münchner Patrizierfamilien erhalten das „Braurecht“

1372
In München gibt es 21 Brauer

7. August 1372
Das Ende des sogenannten „Patrizierbrauens“

1385
In der ältesten „Ungeltordnung“ ist vom „Frankenwein“ die Rede

1385
Städtische „Amtsleute“ überwachen den „Weinmarkt“

Um das Jahr 1390
Der billige Hopfen setzt sich bei den Brauern verstärkt durch

Um 1400
Amtshandlungen werden mit einem „Weinumtrunk“ beschlossen

1403
Das „Ungelt“ von Wein und Met wird auf 6 Mass vom Eimer erhöht

21. August 1403
Die künftige Machtverteilung wird neu festgelegt

1411
Die älteste Urkunde des Bestehens der „Augustiner-Brauerei“

1415
Jakob Klewber besitzt in der Wein- und Landschaftsstraße ein Haus

1428
Ein öffentlicher „Weinkeller“ zur Förderung des Weinhandels

1431
Drei Ratsmitglieder reisen mit Wein zu Verhandlungen nach Straubing

1442
Jeder „Weinwirt“ muss dem Bürgermeister einen Eid leisten

1447
Die Stadtobrigkeit erlässt „Anordnungen zum Brauwesen“

1450
München zählt 16 bürgerliche Brauereien

1450
Am Anger wird ein „Eichstadel“ für Wein eröffnet

Ab dem Jahr 1450
Niederbaiern bezieht rund 90 Prozent seiner Einnahmen aus dem Weinbau

1453
Ein weiterer „Brausatz“ verbietet den Brauern jede „Einung“

Ab dem Jahr 1465
Eine „Warmphase“ begünstigt den Weinanbau in Mitteleuropa

Um 1480
Die Stadt Einbeck bei Hannover zählt etwa 300 Brauereien

29. September 1480
In Cham wird „böhmisches Bier“ ausgeschenkt, nicht aber gebraut

1481
Streit der Bäcker mit den Brauern

Um das Jahr 1484
Ein früher Entwurf einer „Münchner Brauordnung“

14. Oktober 1485
Herzog Albrecht IV. erlässt eine neue „Brauordnung“

7. November 1486
Die Stadt Landshut veröffentlicht eine „Brauordung“

Um Dezember 1486
Eine erste Fassung des „Münchner Reinheitsgebots“ entsteht

1487
Der „Bozener Markt“ wird nach Mittenwald verlegt

30. November 1487
Herzog Albrecht IV. erlässt das sogenannte „Münchner Reinheitsgebot“

Um den Dezember 1487
Herzog Albrecht IV. erlässt eine „Brauordnung“ für Regensburg

1488
Albrecht IV. schließt mit Hans von Degenberg einen „Erbschaftsvertrag“

22. Mai 1489
Der Stadtrat erlässt eine „Weinschenken-Ordnung“

22. November 1500
Herzog Albrecht IV. festigt das Hefe-Monopol der Brauer

1502
In 39 Münchner bürgerlichen Brauereien wird Bier hergestellt

24. April 1516
Die Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. verkünden das „Reinheitsgebot“

1517
Schlussstrich unter den sogenannten „Bäcker-Brauer-Streit“

um 1520
Verbesserte Produktionsweise für obergäriges Bier

1533
Der Geschichtsschreiber „Aventinus“ charakterisiert das baierische Volk

1541
Der Brauer Jörg Heiß gründet den späteren „Singlspielerbräu“

1542
Ein „Ratsbefehl“ gegen „verdächtige Personen, Gotteslästerer und Spieler“

1543
Zum „Ungelt“ kommt eine neue „Getränkesteuer“ hinzu, der „Aufschlag“

3. August 1548
Das Privileg Weißbier zu brauen und zu verkaufen

Ab dem Jahr 1550
Kein Brauer unter den „Vertretern der Bürgerschaft“

1551
Die „Stadtschreiberei“ und das „Amt für Goldwäscherei“ in der Burgstraße 5

ab 1553
Eine klimatische „Kaltphase“ schränkt den Weinanbau ein

1553
Bei „Bauernhochzeiten“ ist der Ausschank teuerer „Südweine“ untersagt

1553
Die „Brauperiode für untergäriges Bier“ wird festgelegt

2. März 1553
Einbecker Bier wird nach München transportiert

2. April 1553
Das berühmte Bier aus Einbeck kommt in München an

22. November 1567
Herzog Albrecht V. schränkt den Weißbierausschank stark ein

1573
120 Fässer „Einbecker Bier“ an den Herzogshof nach München geliefert

1575
Eine „Keller- und Speisenordnung“ des herzoglichen Hofes

1578
Die Klagen über die Teuerung des Weines verstummen nicht mehr

Oktober 1579
Wo wird im „Baierischen Wald“ Weißbier gebraut ?

1582
Georg Hainmiller kauft den „Zengerbräu“ und „Kempterbräu“

1585
Das „herzogliche Weinverzeichnis“ umfasst 27 Weine jeder Qualität

1586
Mit dem „Weißbier“ ist durchaus Gewinn zu erzielen

14. Juni 1586
Reichsfreiherr Ottheinrich von Schwarzenberg darf „Weißbier“ brauen

1589
Die Münchner Brauersgattin „Kalteneckerin“ wird der „Hexerei“ bezichtigt

1. September 1589
Sich „katholisch erklären“ oder das Land verlassen

27. September 1589
Das „Hofbräuhaus“ wird gegründet

14. Oktober 1589
Kostenvoranschlag für den Bau des „Hofbräuhauses“

1590
Herzog Wilhelm V. lässt in der „Herzog-Max-Burg“ Wein anpflanzen

Um 1590
Ehefrauen Münchner Bierbrauer werden der Hexerei verdächtigt

1. November 1591
Das „Braune Hofbräuhaus“ wird als hochmoderne Musteranlage eingerichtet

1593
Die „Eberlbrauerei“ und der „Faberbräu“ werden gegründet

1595
Die „Stadtschreiberei“ und das „Amt für Goldwäscherei“ ziehen ins Tal

Oktober 1596
Maximilan I. fordert Informationen über herzogliche „Brauberechtigungen“

1599
Im „Rentamt Straubing“ gibt es über zwanzig „Weißbier-Baustätten“

1600
München zählt achtzig Brauereien

10. Juni 1602
Hans VIII. von Degenberg stirbt ohne Nachkommen

1. August 1602
Das „weiße Brauwesen“ wie gewohnt weiterführen

1605
Das „Herzogliche Hofbräuhaus“ verzeichnet einen Reingewinn

1605
Herzog Maximilian I. zahlt freiwillig eine jährlich fällige Strafe

1607
Das „Hofbräuhaus“ darf nur mehr „zur Nothdurft des Hofstaates“ brauen

1607
Feuchtfröhliche Turminspektion

26. Februar 1607
Prozess ums „Weißbiermonopol“

1611
Vom Weinanbau in der „Herzog-Max-Burg“

1611
Das „Weiße Brauhaus“ in München erwirtschaftet alleine 10.438 Gulden

1612
Der aus Einbeck stammende „Bierbrauer“ Elias Pichler kommt nach München

1612
Neun landesherrliche „Weißbier-Brauhäuser“ im Herzogtum

1612
Der „Landtag“ beschäftigt sich mit dem herzoglichen „Weißbier-Brauwesen“

Um den 1. Mai 1614
Elias Pichler kredenzt erstmals das von ihm gebraute „Bockbier“

1616
Die „Rosskastanie“ verbreitet sich über den ganzen Kontinent

29. September 1616
Der Preis für das „Hochzeitsmahl“

29. September 1616
Eigene „Baierweinschenken“ bilden sich heraus

29. September 1616
Lockerer Umgang mit dem „Reinheitsgebot“

Ab der Brausaison 1621
Das „Bockbier“ wird ein eigener Rechnungsposten

1624
Öffnungszeiten des „Weinmarkts“ auf dem „Schrannenplatz“

17. September 1633
Die Paulanermönche kommen in den Besitz der „Lärchlbrauerei“

1634
Ein Protestbrief gilt als Geburtsurkunde der „Paulaner-Brauerei“

1640
Die Zahl der Mitglieder der „Weinschenkzunft“ wird begrenzt

1642
Der Brauer Philipp Hölzl kauft die spätere „Singlspielerbrauerei“

Vor 1648
Die „Weingärten“ werden von feindlichen Truppen verwüstet

um 1650
Erst jetzt begegnen wir in München dem „Rheinwein“

1651
Ferdinand Maria genehmigt den Paulanern den Bau eines Brauhauses

1657
„Weingärten“ im Bereich der heutigen Baader- und Erhardtstraße

Um August 1666
Kurfürst Ferdinand Maria überlässt den Paulanern den Neudecker Garten

1668
Nach dem Dreißigjährigen Krieg verwalden die Weinberge

1672
Der Brauer Philipp Hölzl übergibt seine Brauerei an seine Tochter Katharina

1673
Katharina Hölzl heiratet den Münchner Metzgersohn Franz Singlspieler

Um 1679
Die Paulaner erwerben eine Scheune zur Einlagerung des Bieres

1691
Die Paulaner stellen trotz kurfürstlichen Verbots Weißbier her

1719
Joseph Joachim Singlspieler übernimmt den „Singlspielerbräu“.

1724
Im Kurfürstentum wird eine „Tanzsteuer“ eingeführt

1727
Die Münchner „Weinwirte“ kämpfen gegen die „Kaffeehäuser“

28. Januar 1728
Der Brauer Bernhardt Rüdt will einen „Bierkeller“ erbauen lassen

1729
Die Kreuzigungsgruppe am Gasteig als „100-Dukaten-Strafe“

1738
„[...] Wo der Essig von selbst wächst“

1745
Johann Paul Reiz wandelt seine Malztenne in einen „Komödienstadl“ um

28. Juni 1748
Der Brauer Mathias Porttenlenger darf einen „Märzenkeller“ bauen

1749
Johann Jochner kauft den „Singlspielerbräu“

31. März 1751
Die Paulaner erhalten eine weitere Ausnahme vom Schankverbot

ab 1755
Die Münchner Brauer lassen Bierkeller ins Isarhochufer graben und mauern

1758
Der „Singlspielerbräu“ wird an Lukas Pruckmayr verkauft

3. August 1773
„Erbauung der Bierkeller außer dem Burgfrieden und Verleitung des Biers“.

1775
Die „Hofkammer“ kauft am Gasteig einen Bierkeller für das „Hofbräuhaus“

1777
Mit Kurfürst Carl Theodor kommen Pfälzer und der Pfalzwein

24. September 1777
Mozart logiert im Gasthof „Zum schwarzen Adler“

4. Oktober 1777
„Weinwirt“ Franz Joseph Albert will Mozart an München binden

1778
Nur mehr ein geringer Weinumsatz

1779
Katharina Pruckmayr heiratet den Brauer Johann Messner

26. Februar 1780
Die Paulaner-Patres dürfen ihr Bier öffentlich verkaufen

5. November 1780
Wolfgang Amadeus Mozart reist von Salzburg nach München

1782
Das Bier hat den Wein als Volksgetränk verdrängt

19. August 1783
Schlechtes „Märzenbier“ wird in ihren Kellern ausgeschenkt

1784
Johann Perzl spottet über den Baierwein

9. Januar 1784
Die Wirte der Au beschweren sich über die „Märzenkeller“

16. Januar 1784
Die Münchner Brauer beschweren sich über das „Augustinerkloster“

19. Januar 1784
Der Stadtrat legt dazu eine Reihenfolge des Bierausschanks vor

31. März 1784
Der Stadtrat ermahnt die Bierbrauer und droht ihnen mit Strafen

1791
Gabriel Zistl lässt an der Kellerstraße den „Zengerbräukeller“ bauen

13. Mai 1791
Die Brauer dürfen in ihren „Märzenkellern“ keine Gäste bewirten

13. Juli 1792
Verbot des „Gästesetzens in den Märzenkellern“

1795
Josef Pruckmayr übernimmt die „Singlspielerbrauerei“

13. April 1795
Das Kurfürstenpaar genießt das „Sankt-Vater-Bier“ in der Au

11. Juli 1798
Kein „Minutoverschleiß“ von Bier am Gasteig und am Lilienberg

1799
Die Klosterbrauerei der Paulaner kommt unter staatliche Aufsicht

1799
Das Geheimnis eines guten Bieres herausfinden

5. August 1799
Erneute Beschwerden der Auer Wirte über die Münchner Brauer

20. Dezember 1799
Der „Bierzwang“ wird aufgehoben

13. Januar 1800
In der Stadt und im Burgfrieden bestehen 163 „Bierschenken“

11. Oktober 1802
Das „Paulaner-Bräuhaus“ erhält eine „reale Bräugerechtigkeit“

1803
Es bestehen noch zwei „Baierweinschenken“

1803
Max IV. Joseph gründet die „Musterlehranstalt für Landwirthschaft“

1803
Kaspar Barthmann kauft die „Singlspielerbrauerei“ mit allen Zubehör

1806
Franz Xaver Zacherl pachtet die Brauerei der Paulaner

1807
Der öffentliche „Weinkeller“ im „Implerhaus“ wird aufgelöst

1807
Der „Hackerbräu“ hat den höchsten Malzverbrauch in München

1808
Neben den 26 „Weinwirten und Weinzäpflern“ gibt es 113 „Weinhändler“.

1808
Unter den 100 Höchstbesteuerten Münchens befinden sich 14 Brauer

1812
Der „Faber-Bräu“ wird mit der „Eberlbrauerei“ vereinigt

4. Januar 1812
Die „Geburtsurkunde des Münchner Biergartenlebens“

15. März 1813
Franz Xaver Zacherl erwirbt die ehemalige Brauerei der Paulaner-Mönche

1819
In München produzieren 62 Brauereien den beliebten Gerstensaft

31. Dezember 1822
In München gibt es 62 Brauereien

11. September 1825
Das „Gesetz über die Gewerbefreiheit“

1830
Die Biereinfuhr nach München beträgt 8.659 Hektoliter

1832
Erstmals kommt Natureis zur Kühlung der Bierkeller zur Anwendung

1833
Es bestehen 49 „Bierkeller“ in Haidhausen und der Au

1833
Der „Hallerbräukeller“ an der Inneren-Wiener- und Preysingstraße

1836
Der „Franziskaner-Keller“ kommt in den Besitz der Familie Deiglmayr

3. Juli 1837
Franz Xaver Zacherl kauft das „Nockher-Anwesen“

1838
Der „Faber-Bräu“ und die „Eberlbrauerei“ wieder getrennt

1842
Die Familie Deiglmayr kauft die „Franziskaner-Brauerei“

1842
Die beiden Braustätten des „Zengerbräu“ werden durch ein Feuer zerstört

1842
Die Brauerei „Zum Oberpollinger“ wird ein Gasthof

1842
Die „Zacherl-Brauerei“ betreibt Münchens erste „Dampfbrauerei“

31. Dezember 1842
In München produzieren nur noch 38 Brauereien das beliebte Bier

Um 1845
Die heutige „Unionsbrauerei“ in Haidhausen wird gegründet

1846
Auf den Bierkellern finden Unterhaltungs-Veranstaltungen statt

31. Dezember 1846
München hat 85.555 Einwohner, Bayern 4.504.876

31. Dezember 1847
Die Zahl der Münchner Brauereien ist auf 32 geschrumpft

16. September 1849
Der 77-jährige Franz Xaver Zacherl erhängt sich

1850
Die Festlegung der „Brauperiode für untergäriges Bier“ wird aufgehoben

1850
Bierkeller zählen zu den „Volksbelustigungsorten“

1850
Der Münchner Malzverbrauch liegt bei 284.582 Hektoliter

Ab 1851
Die „Brauerei zur Schwaige“ wird mehrfach erweitert

31. Dezember 1851
Unter den 100 Höchstbesteuerten Münchens befinden sich 26 Brauer

1852
Die „Augustiner-Brauerei“ stellt ihren Betrieb auf „Dampfkraft“ um

1853
Der „Baierwein“ wird auf einer Fläche von 180 Hektar angebaut

1853
Die „Singlspielerbrauerei“ geht als Aussteuer an den Brauer Mathias Wild

1854
„Die demokratisierende Macht des Bieres“

1854
Die „Pschorr-Brauerei“ stellt ihren Betrieb auf „Dampfkraft“ um

31. März 1854
Joseph Schülein kommt in Thalmässing zur Welt

1855
Das neue „Franziskaner-Bräuhaus“ entsteht an der Hochstraße

1855
Mathias Wilds Sohn Joseph übernimmt den „Singlspielerbräu“

1857
Joseph Wild verlegt den „Singlspielerbräu“ an die Rosenheimer-/Hochstraße

31. Dezember 1858
In München wohnen 121.234 Einwohner in 6.083 Häusern

1860
Jeder Münchner - vom Säugling bis zum Greis - trinkt 535 Liter Bier

1860
Das „Sommersud-Verbot“ wird aufgehoben - aber nicht genutzt

19. September 1860
Coletta Möritz kommt in Ebenried bei Pöttmes zur Welt

1861
Josef Sedlmayer erwirbt den „Franziskaner-Keller“ an der Hochstraße

1861
König Max II. bekräftigt das „Reinheitsgebot“ für Bier

31. Dezember 1861
München hat 130.222 Einwohner

1862
Die Wirtsleute Wagner verkaufen die Tafernwirtschaft „Zum Salzburger Hof“

1865
Der „Brauer“ Bathasar Füger erwirbt die „Brauerei zur Schwaige“

1866
Joseph Wild erhöht die Leistung seiner „Singlspielerbrauerei“

1867
München hat nur mehr 17 Brauereien

1868
Bierverbrauch in München so hoch wie in ganz Russland

1868
Das Stammhaus der „Singlspielerbrauerei“ wird versteigert

Ab dem 1. Januar 1870
Enormer Anstieg des Bierkonsums in den deutschsprachigen Länder

31. Dezember 1870
Der Export Münchner Bieres liegt bei 150.903 Hektoliter

31. Dezember 1870
Der Malzverbrauch aller Münchner Brauereien liegt bei 592.618 Hektoliter

2. Januar 1871
Der „Verein Münchener Brauereien e.V.“ wird gegründet

1873
Der 19-jährige Jungunternehmer Joseph Schülein kommt nach München

17. September 1873
Der letzte Weißbiersud im „Königlichen Hofbräuhaus“

20. September 1873
Das erste „Schneider-Weißbier“ an der Maderbräugasse 4

November 1873
Carl von Lindes erste „Kompressions-Kältemaschine“ kommt zum Einsatz

1874
Carl von Linde's „Kältemaschine“ erfüllt alle Erwartungen

1. August 1874
Der „Ratskeller“ wird der Öffentlichkeit übergeben

1875
Gabriel Sedlmayer übernimmt die „Brauerei zum Franziskaner (Leistbräu)“

1875
Drei Mass Bier für stillende Mütter und Ammen sind zuviel

1875
Ein Probesud beim „Spatenbräu“ mit dem neuen Wasser vom Taubenberg

Um 1875
Coletta Möritz arbeitet beim „Sterneckerbräu“ im Tal

1877
Die „Eberl-Faber-Aktiengesellschaft“

1877
Die „Braugrafen“ Butler-Haimhausen und die „Singlspielerbrauerei“

28. Februar 1878
Joseph Schülein ist Miteigentümer eines Unternehmens für „Bankgeschäfte“

1879
München hat 101 „Weinwirtschaften“

1879
Carl von Linde gründet die „Gesellschaft für Lindes Eismaschinen AG“

1880
Die „Franziskaner-Brauerei“ liegt an dritter Stelle beim Bierausstoß

1880
Aus dem „Zengerbräu“ wird die „Aktienbrauerei Bürgerliches Bräuhaus“

1880
Die „Münchner-Kindl-AG“ erwirbt die „Singlspielerbrauerei“

30. Juli 1880
Die „Gesellschaft für Lindes Eismaschinen“ kauft die „Spießmühle“

31. Dezember 1880
Der Export Münchner Bieres liegt bei 254.450 Hektoliter

Ab dem Jahr 1881
Teilverlagerung des „Hofbräuhauses“ an die Innere-Wiener-Straße

1881
Ein Brauer Geyer erwirbt die „Brauerei zur Schwaige“ in Haidhausen

1881
Aus der „Löwenhauserbrauerei“ wird die „Gambrinusbrauerei“

1881
Das Restaurationsgebäude der Brauerei „Zum Münchner Kindl“ entsteht

1881
Friedrich August von Kaulbach malt Coletta Möritz

1882
Coletta Möritz heiratet den Schwabinger Gastwirt Franz Xaver Buchner

Juli 1882
Auf der „Theresienwiese“ findet das „VII. Deutsche Bundesschießen“ statt

24. Januar 1884
Hermann Schülein wird in München geboren

Um 1885
Toni Aron malt „Die schöne Coletta“

31. Dezember 1885
Der Pro-Kopf-Bier-Verbrauch liegt in München bei 465 Liter

1886
Die „Aktienbrauerei zu Schwaige“ erwirbt den „Gambrinusbräu“

1886
Die Firma „Gebrüder Schmederer“ wird eine Aktiengesellschaft

1. Mai 1886
Am „Haymarket“ in Chicago kommt es zu blutigen Straßenkämpfen

1888
Der eingeborene Münchner ist bieder, schwerblütig und genussfreudig

1888
Die „Gambrinusbrauerei“ wird in „Unionsbrauerei“ umbenannt

1888
Ludwig Petuel nennt seine Brauerei „Salvatorbrauerei“

1890
Der Malzverbrauch aller Münchner Brauereien

30. September 1890
Das „Sozialistengesetz“ läuft aus

31. Dezember 1890
Der Bierverbrauch pro Kopf der Münchner beträgt 339 Liter

1891
„Papa Geis“ eröffnet den „Salvator-Anstich“ mit einer heiteren Ansprache

1. Mai 1892
Im „Münchner-Kindl-Keller“ treffen sich über 5.000 Arbeiter

1895
Die „Unionsbrauerei Schülein & Compagnie“ wird ausgebaut

Ab 1896
Die „Unionsbrauerei“ steigert ihren Ausstoß um das Fünfzehnfache

26. Mai 1896
Der letzte Biersud wird im alten „Hofbräuhaus am Platzl“ gebraut

10. August 1896
Erstmals wird in Haidhausen „Hofbräubier“ gebraut

Ab 1897
In verschiedenen Etablissements werden die Filme vorgeführt

1897
Der Malzverbrauch aller Münchner Brauereien liegt bei 1.434.283 Hektoliter

31. Dezember 1897
Die Biereinfuhr nach München beträgt 9.295 Hektoliter

31. Dezember 1897
Der Bierverbrauch in München beträgt 1,7 Millionen Hektoliter

1899
Joseph Schüleins Kampf mit dem „Münchner Brauereibesitzerverein“

16. Mai 1899
Pläne für die Erweiterung des „Münchner-Kindl-Kellers“

20. Juli 1899
„Salvator“ wird ein gesetzlich geschütztes Warenzeichen

Um 1900
Brauereien stehen unangefochten an der Spitze der Münchner Wirtschaft

1900
Die Anbaufläche für „Baierwein“ ist auf 50 Hektar geschrumpft

1900
Umbenennung zum „Verein Münchner Brauereien“

1900
Die „Spatenbrauerei“ wird Teilhaber am „Deutschen Theater“

1902
Die „Unionsbrauerei“ beschäftigt 168 männliche und 5 weibliche Kräfte

8. Juni 1903
Die „Unionsbrauerei Schülein & Cie“ wird eine „Aktiengesellschaft“

Um April 1904
Eine „Studienreise“ für den Betrieb eines „Ratskellers“

12. Dezember 1904
Die „Münchner Kindl AG“ fusioniert mit der „Unionsbrauerei“

1905
141 „Weinwirtschaften“ in München

1905
Der „Ratskeller“ und der „Regieweinkeller“ werden doppelt so groß

22. Januar 1905
​Zaristische Truppen erschießen zahlreiche Demonstranten in Petersburg

3. Februar 1905
Solidaritätskundgebung für die Opfer der ersten Russischen Revolution

31. Dezember 1907
Die Brauereien Beschäftigen etwa 4.000 Menschen

1908
Die „Brauerei zum Franziskaner-Leistbräu“ wird eine Aktiengesellschaft

Oktober 1909
In zwölf Großgaststätten werden Kinofilme gezeigt

31. Dezember 1910
Der Pro-Kopf-Bier-Verbrauch liegt in München bei 309 Liter

1911
Dr. Hermann Schülein ist „Brauerei-Direktor“

1912
Der „Franziskaner-Keller“ an der Hochstraße

2. Februar 1912
Das „Flaschenpfand“ wird eingeführt

21. März 1914
Rosa Luxemburg spricht im „Münchner-Kindl-Keller“

1916
Die Münchner können ihren Durst in 120 „Weinwirtschaften“ stillen

1916
Joseph Schülein erwirbt die „Brauerei Kaltenberg“.

2. November 1917
Die „Verordnung über die Zusammenfassung von Brauereibetrieben“

4. März 1918
Erstmals taucht der Begriff „Reinheitsgebot“ auf

27. Juli 1918
Das „Reichssteuerbiergesetz“ nimmt das „Bayerische Reinheitsgebot“ auf

5. Mai 1919
12 Perlacher Arbeiter werden im „Hofbräukeller“ hingerichtet

16. Oktober 1919
Adolf Hitler hält im „Hofbräukeller“ seine erste parteipolitische Rede

8. Juli 1920
Eine Straße und ein Platz für den „Brauereigründer“ Joseph Schülein

5. September 1920
Adolf Hitler hält im „Münchner-Kindl-Keller“ eine Rede vor 3.000 Zuhörern

4. Dezember 1920
Die „Eberl-Faber-AG“ wird städtisch

1921
Die „Bürgerbräu AG“ fusioniert mit der „Löwenbräu AG“

1921
Die „Münchner-Kindl-Brauerei“ wird stillgelegt

5. Januar 1921
Fusion zwischen der „Löwenbräu AG“ und der „Unionsbrauerei“

1922
Der „Franziskaner-Leistbräu“ fusioniert mit der „Spatenbrauerei“

1922
Die „Cenovis-Werke“ betreiben die größte „Hefeverwertungsanlage“

8. November 1923
Adolf Hitler stürmt mit einem Stoßtrupp den „Bürgerbräukeller“,

26. März 1924
Dr. Hermann Schülein wird „Generaldirektor“ der „Löwenbräu AG“

18. April 1924
Die „Unionsbrauerei“ in Haidhausen wird geschlossen

Um 1925
Der Münchner trinkt durchschnittlich 200 Liter Bier

1925
Der Spaten-Slogan „Lass Dir raten, trinke Spaten“

1925
Die Musikwerke Richard Wagners sind unglaublich populär

25. Februar 1925
Ferdinand Schmid wird in Berchtesgaden geboren

August 1928
„Eine Stätte solider Trinkfestigkeit scheint der Ratskeller zu sein“

1929
Die „Löwenbräu AG“ knackt die „Ein-Millionen-Hektoliter-Grenze“

1930
Die Zahl der „Weinwirtschaften“ in München hat sich auf 74 reduziert

1932
Der Braubetrieb im „Bürgerlichen Bräuhaus“ wird eingestellt

30. Januar 1933
Machtübernahme: Adolf Hitler wird „Reichskanzler“

11. Mai 1933
Angriffe der NS-Machthaber auf den „Vorstand der Löwenbräu AG“

12. Mai 1933
„Die Löwenbrauerei ist nunmehr ein deutsches Unternehmen“

23. September 1933
Antrag auf Umbenennung der Schüleinstraße in Berg am Laim

7. Dezember 1933
Antisemitisch motivierte Straßenumbenennungen

1935
Verbreiterung der Rosenheimer Straße

November 1935
Dr. Hermann Schülein tritt „aus der Löwenbräu AG“ aus

Februar 1936
Dr. Hermann Schülein und Frau verlassen Deutschland in Richtung Schweiz

November 1936
Dr. Hermann Schülein lebt in New York

9. September 1938
Der Haidhauser „Brauereigründer“ Joseph Schülein stirbt

8. November 1939
Hitler verlässt den „Bürgerbräukeller“ 13 Minuten zu früh

8. Mai 1945
Tag der bedingungslosen Kapitulation

7. August 1945
Straßen in Berg am Laim werden wieder umbenannt

1949
Das „Schlossgut Kaltenberg“ wird an die Schüleins zurückgegeben

Seit 1950
Dr. Hermann Schülein besucht jeden Sommer „seine Heimatstadt München“

1950
Der bundesdeutsche Pro-Kopf-Verbrauch an Bier liegt bei 36 Liter

1951
Im Keller der Burgstraße 5 wird der „Pfälzer Weinkeller“ eingerichtet

1952
Gründung des „Vereins Brauerei-Museum“

Juli 1952
Der „Genießer-Brunnen“ im Hof der Burgstraße 5 geht in Betrieb

1953
Dr. Hermann Schülein und die „Liebermann-Rheingold-Brauerei“ in New York

1954
Dr. Fritz Schülein verkauft das „Schlossgut Kaltenberg“

1. Oktober 1954
100. Jahrestag der Eingemeindung der Au, Giesings und Haidhausens

1955
Aus dem „Linzer Stüberl“ wird die „Weinstube zum Wienerwald“

1957
Ferdinand Schmid leitet den „Verein Münchener Brauereien“

Juni 1958
Dr. Hermann Schülein kommt mit den „Rheingold-Girls“ zur 800-Jahr-Feier

1963
Umbenennung des „Pfälzer Weinkellers“ in „Der Weinschenk im Weinstadel“

3. Mai 1963
Das „Deutsche Brauereimuseum“ im „Münchner Stadtmuseum“

1967
Ferdinand Schmid ist für die Münchener „Löwenbrauerei“ tätig

1968
Auf ganze 0,85 Hektar wird „Baierwein“ kultiviert

November 1968
Das „Motorama“ entsteht auf einem Ruinengrundstück

1970
„Persönlich haftender Gesellschafter“ der „Augustiner-Brauerei“

1970
Letztmalig liefert ein Pferdefuhrwerk Bierfässer aus

14. Dezember 1970
Dr. Hermann Schülein stirbt in New York

20. Juli 1971
Grundsteinlegung fürs „Motorama“

1973
Die Urkundefälschung der „Kloster-Weltenburg-Mönche“ wird aufgedeckt

18. September 1976
Der „Verein Münchner Oktoberfestmuseum“ wird gegründet

1980
Der durchschnittliche Bierverbrauch liegt in Deutschland bei 145,9 Liter

1982
Der bundesdeutsche Pro-Kopf-Verbrauch an Bier liegt bei 148 Liter

1982
Eine hohe Brauereiendichte in Bayern

1986
Der „Ratskeller“ wird von den Familien Wieser und Winkelhofer betrieben

12. März 1987
Der „Europäische Gerichtshof“ entscheidet für die „Importfreiheit“

6. April 1987
Die denkmalgeschützte „Mälzerei“ des „Hofbräukellers“ brennt ab

1989
Das Lokal in der Burgstraße 5 heißt jetzt „Weinstadel“

1991
Direktor Ferdinand Schmid geht in den Ruhestand

1993
Das „Motorama“ an der Rosenheimer Straße wird eröffnet

1996
Edith Haberland stirbt - Die „Augustiner-Brauerei“ wird eine Stiftung

31. Dezember 2000
Der Münchner trinkt 40 Liter Wein im Jahr

1. November 2001
Die Familie Winklhofer betreibt das Gastlokal „Hofer - Der Stadtwirt“

2004
Jannik Inselkammer wird „Gesellschafter“ der „Augustiner-Brauerei“

2005
„Anheuser-Bush Inbev“ übernimmt „Löwenbräu“ und „Spaten“

7. September 2005
Oberbürgermeister Christian Ude eröffnet das „Bier & Oktoberfestmuseum“

2010
Das Anbaugebiet des „Baierweins“ ist auf 4 Hektar angewachsen

2011
Der Name „Weinzierl“ taucht im Münchner Telefonbuch 129 Mal auf

2011
Bierverbrauch sinkt um 37 Prozent gegenüber 1980

2012
Der „Ratskeller“ bietet Platz für 1.200 Personen

2012
In Deutschland gibt es über 1.300 Brauereien

30. November 2012
Kein Anlass für das 525. Jubiläum des „Münchner Reinheitsgebotes“ ?

2013
Der Bayer trinkt im Jahr immerhin 135 Liter Bier

Oktober 2013
Schlechte Hopfenernte wegen der ungünstigen Witterungsverhältnisse

19. November 2013
Ferdinand Schmid stirbt im Alter von 88 Jahren

2014
Brauereien und Bierabsatz

9. März 2014
„Verbot des Bierausschanks im traditionellen Steinkrug“ verhindert ?

24. März 2014
Jannik Inselkammer stirbt beim „Helicopter-Skiing“ bei einem Lawinenunfall

6. Mai 2014
Ex-Wiesnwirt Sepp Krätz klagt gegen den Entzug seiner „Schanklizenz“

15. September 2015
Die „Paulaner-Abfüllanlage“ in Langwied geht in Betrieb