Fakten - Täterorte - Opferorte * Nationalsozialismus

12. Mai 1809
„Wie tief sind Euere Gefühle von Menschlichkeit gesunken?“

18. Oktober 1833
Der Grundstein für den „Obelisken“ auf dem Carolinenplatz wird gelegt

29. November 1862
Gustav von Kahr wird in Weißenburg geboren

20. April 1889
Adolf Hitler wird in Braunau am Inn geboren

Dezember 1891
Die erste antisemitische Gesellschaft in München gegründet

Ab Oktober 1893
Die antisemitische Aktion „Kauft nicht bei Juden“

1899
Das „Kaufhaus Hermann Tietz“ wird als erstes Kaufhaus eröffnet

März 1900
Antisemitische Ausschreitungen im „Kreuzbräu“

1905
Paul Nicolaus Cossmann konvertiert zum katholischen Glauben

1912
Paul Ludwig Troost lebt bis zu seinem Tod in der Kaulbachstraße 10

31. Juli 1917
Die dritte Flandernschlacht beginnt

14. September 1917
Der russische „Ministerpräsident“ Kerenski proklamiert die Republik

1918
Das Bayerische Kriegsministerium in der Ludwig-/Schönfeldstraße

22. Januar 1918
Erhard Auer warnt vor den unorganisierten Arbeiterinnen

7. März 1918
Freier Arbeiterausschuss für einen guten Frieden

Nach dem 7. Juni 1918
Kurt Eisner wird von Neudeck nach Stadelheim verlegt

14. August 1918
Januarstreiks wollten Westoffensive verhindern

2. Oktober 1918
Erste Veranstaltung des Arbeiterausschusses für einen guten Frieden

Um 10. Oktober 1918
Karl Harrer ruft einen nationalistischen Arbeiter-Ring ins Leben

7. November 1918
Im Auftrag des Soldatenrats

7. November 1918
Die Dynastie Wittelsbach ist abgesetzt - die bayerische Republik gegründet

5. Januar 1919
Die Deutsche Arbeiterpartei - DAP wird gegründet

20. Februar 1919
Anton Graf von Arco auf Valley legt seine Mordmotive schriftlich nieder

24. Februar 1919
Erich Mühsam wieder zurück in München

3. März 1919
In Berlin werden Polizeireviere gestürmt

10. April 1919
Ein Anschlag auf Erhard Auer kann verhindert werden

18. April 1919
Flugblätter gegen die Regierung Hoffmann

5. Mai 1919
12 Perlacher Arbeiter werden im Hofbräukeller hingerichtet

Um den 15. August 1919
Eintritt in die Deutsche Arbeiterpartei - DAP

16. Oktober 1919
Adolf Hitler hält im Hofbräukeller seine erste parteipolitische Rede

9. Dezember 1919
Bayern bildet fortan den Wehrkreis VII der Reichswehr

29. Februar 1920
Die Marinebrigade Ehrhardt soll aufgelöst werden

13. März 1920
Der Kapp-Putsch führt zum Rücktritt der bayerischen Regierung

16. März 1920
Der „Antisemitismus“ wird gewalttätig

1. April 1920
Adolf Hitler zur Untermiete in der Thierschstraße 41

1. Mai 1920
Ein Denkmal für die „Toten der Revolution - 1919“

31. Mai 1920
Die Münchner Neuesten Nachrichten werden aufgekauft

1. Juli 1920
Fritz Gerlich wird Chefredakteur der Münchener Neuesten Nachrichten

5. September 1920
Adolf Hitler hält im Münchner-Kindl-Keller eine Rede vor 3.000 Zuhörern

1921
Pater Rupert Mayer tritt im „Bürgerbräukeller“ ans Rednerpult

8. April 1921
Ludwig Thoma hetzt im viel gelesenen „Miesbacher Anzeiger“

26. August 1921
Matthias Erzberger wird im Schwarzwald ermordet

28. September 1921
„Generalleutnant“ Otto Hermann von Lossow übernimmt die „7. Division“

1. Mai 1922
Das Denkmal für die Toten der Revolution wird enthüllt

Um April 1923
Die erste persönliche Begegnung zwischen Adolf Hitler und Dr. Fritz Gerlich

26. September 1923
Generalstaatskommissar von Kahr verhängt den Ausnahmezustand

26. September 1923
Gustav Ritter von Kahr wird zum Generalstaatskommissar ernannt

November 1923
An Gustav von Kahrs Rede hat Fritz Gerlich mitgearbeitet

8. November 1923
Adolf Hitler stürmt mit einem Stoßtrupp den „Bürgerbräukeller“,

9. November 1923
„Der Marsch zur Feldherrnhalle“

29. Februar 1924
„Generalleutnant“ Lossow wird seines Amtes enthoben

13. April 1924
Anton Graf Arco-Valley wird aus der lebensklangen Haft entlassen

Um den 10. Mai 1924
Anton von Arco verlässt die „Festung Landsberg“ als freier Mann

20. Dezember 1924
Adolf Hitler wird vorzeitig aus der „Festungshaft“ entlassen

16. Februar 1925
Das „Verbot der NSDAP“ wird in Bayern aufgehoben

27. Februar 1925
Adolf Hitler gründet im „Bürgerbräukeller“ die NSDAP neu

März 1925
Faulhaber verweigert dem Reichspräsidenten Ebert das Trauergeläut

26. April 1925
Paul von Hindenburg wird zum Reichspräsidenten gewählt

1926
Anton von Arco arbeitet bei der neu gegründeten Lufthansa

1928
Dr. Fritz Gerlich verlässt die „Münchner Neuesten Nachrichten“

Ab 1928
Dr. Fritz Gerlich und der „Konnersreuther Kreis“

November 1929
Adolf Hitler zieht in eine 317 Quadratmeter große Neun-Zimmer-Wohnung

8. Dezember 1929
Karl Scharnagl [BVP] wird erneut Oberbürgermeister

9. September 1930
„Brandbrief“ an Kardinal Michael von Faulhaber und die „Bischofskonferenz“

18. November 1930
Die Bischöfe beschäftigen sich mit dem Nationalsozialismus

1931
Der „Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund“ führt an

18. September 1931
Angelika Maria „Geli“ Raubal begeht Selbstmord

21. September 1931
Die Ermittlungsbehörden geben den Leichnam von Geli Raubal frei

5. März 1932
Fritz Gerlich: „Kein Katholik darf nationalistisch wählen“

6. März 1932
Dr. Fritz Gerlich kommentiert Auszüge aus Hitlers „Mein Kampf“

1. April 1932
Trudering wird nach München eingemeindet

10. April 1932
Hitlers schlechtes Ergebnis im „Wahlkreis Oberbayern-Schwaben“

10. April 1932
Der „Gerade Weg“ schreibt gegen die Führer der NSDAP

31. Juli 1932
Die Konsequenzen einer Naziherrschaft für das ganze Land

15. Dezember 1932
Die Zeitschrift „Der gerade Weg“ erscheint zweimal wöchentlich

1933
Eine Ausstellung zur Erinnerung an Richard Wagner

30. Januar 1933
Machtübernahme: Adolf Hitler wird „Reichskanzler“

Februar 1933
Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann emigrieren nach Zürich

1. Februar 1933
Auflösung des „Reichstags“ durch die„Reichsregierung“

2. Februar 1933
„Demonstrationsverbot der Kommunisten“ in Preußen

21. Februar 1933
Hermann Göring will SPDler durch „national gesinnte“ Beamte ersetzen

27. Februar 1933
Der „Reichstag“ brennt

28. Februar 1933
Die „Reichstagsbrandverordnung“ wird erlassen

5. März 1933
NSDAP erreicht bei der Reichstagswahl nur 43,9 Prozent

5. März 1933
Die gemeinsamen Feinde der katholischen Kirche und der NSDAP

8. März 1933
Die letzte Ausgabe der Zeitschrift „Der gerade Weg“ erscheint

9. März 1933
Sturz der konservativen „Regierung Held“ in Bayern

Nach dem 9. März 1933
Die „Gedenktafel für Kurt Eisner“ wird von den Nazis entfernt

9. März 1933
Die „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten in Bayern

12. März 1933
Die „Hakenkreuzfahne“ wird zur „Reichsflagge“

13. März 1933
Päpstlicher Dank an Adolf Hitler

15. März 1933
„Ministerpräsident“ Heinrich Held muss der Gewalt weichen

17. März 1933
Gründung der „SS-Leibstandarte Adolf Hitler“

19. März 1933
Liesl Karlstadt steht für Therese Giehse auf der Bühne

20. März 1933
Das „Konzentrationslager Dachau“ wird geöffnet

20. März 1933
Abschluss des „Kokordats“ zwischen „Deutschem Reich“ und „Vatikan“

21. März 1933
Das „Konzentrationslager Oranienburg“ wird geöffnet

21. März 1933
Ein „Konzentrationslager für politische Gefangene“

22. März 1933
Im „KZ Dachau“ werden die ersten Menschen inhaftiert

23. März 1933
Das „Christentum“ als „unerschütterliche Grundlage des Dritten Reiches“

24. März 1933
Faulhaber: Mehr Toleranz gegenüber der neuen Regierung

29. März 1933
Die Nazis führen die Vollstreckungsmethode des „Erhängens“ wieder ein

30. März 1933
Faulhaber rechtfertigt die Ausschreitungen gegen die Juden

1. April 1933
Die NSDAP ruft zum reichsweiten „Judenboykott“ auf

1. April 1933
Heinrich Himmler wird „Politischer Polizeikommandeur in Bayern“

5. April 1933
Ärger über einen Artikel gegen den „Judenboykott“

Seit etwa 6. April 1933
„Für volksbewusstes Denken und Fühlen im deutschen Schrifttum“

6. April 1933
Erich Mühsam wird in das „KZ Sonnenburg“ gebracht

7. April 1933
Das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“

8. April 1933
Faulhaber erklärt sich als nicht zuständig für die Juden

Seit etwa 10. April 1933
Die Voraussetzungen für die „Bücherverbrennungen“ werden geschaffen

11. April 1933
Die „SS“ übernimmt das Kommando im „KZ Dachau“

12. April 1933
Die ersten Gefangenen werden im „KZ Dachau“ ermordet

13. April 1933
„Wider den undeutschen Geist!“

26. April 1933
Die „Bücherverbrennungs-Listen“ werden veröffentlicht

26. April 1933
Die SPD protestiert gegen die Ernennung Hitlers zum „Ehrenbürger“

28. April 1933
Der „Bayerische Landtag“ tritt letztmals zusammen

29. April 1933
Der Bayerische Landtag verabschiedet das Ermächtigungsgesetz

2. Mai 1933
Die „Freien Gewerkschaften“ werden gewaltsam aufgelöst

6. Mai 1933
Die erste Bücherverbrennung durch die Hitlerjugend

10. Mai 1933
Das Vermögen der SPD wird beschlagnahmt

11. Mai 1933
Angriffe der NS-Machthaber auf den „Vorstand der Löwenbräu AG“

12. Mai 1933
Oskar Maria Graf veröffentlicht: „Verbrennt mich! - Ein Protest“

12. Mai 1933
„Die Löwenbrauerei ist nunmehr ein deutsches Unternehmen“

Um den 15. Mai 1933
Die Reaktion auf Oskar Maria Grafs Nachverbrennungs-Aufruf

Um den 15. Mai 1933
Den Nationalsozialisten sind die Kaufhäuser ein Dorn im Auge

22. Mai 1933
Die Münchner SPD-Stadträtekommen in Schutzhaft

Juni 1933
Die jüdische Gesellschaft in München und Bayern

Juni 1933
Kleine „Personen jüdischer Abstammung“ auf der „Auer Sommerdult“

22. Juni 1933
In Trudering entsteht ein Kolonialviertel

22. Juni 1933
Der NS-Stadtrat fordert die Entfernung des Revolutions-Denkmals

22. Juni 1933
Die SPD wird reichsweit verboten

28. Juni 1933
Die Akademie des Deutschen Rechts wird gegründet

4. Juli 1933
Die Bayerische Volkspartei - BVP löst sich auf

8. Juli 1933
Das Konkordat wird paraphiert

11. Juli 1933
Juden dürfen nicht mehr auf christlichen Friedhöfen beigesetzt werden

14. Juli 1933
Das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses

20. Juli 1933
Das Konkordat wird ratifiziert

25. Juli 1933
Die Machtergreifung der Nazis in München ist abgeschlossen

September 1933
Juden werden für das Oktoberfest nicht mehr zugelassen

1. September 1933
Johann Reichhart gehört verschiedenen Untergliederungen der NSDAP an

10. September 1933
Das „Konkordat“ mit dem „Heiligen Stuhl“ tritt in Kraft

23. September 1933
Antrag auf Umbenennung der Schüleinstraße in Berg am Laim

1. Oktober 1933
Wilhelm Adam wird „Kommandierender General im Wehrkreis VII“

15. November 1933
Der Bau der Reichsautobahn München - Salzburg wird begonnen

7. Dezember 1933
Antisemitisch motivierte Straßenumbenennungen

6. Januar 1934
Kardinal Faulhaber verteidigt Adolf Hitler

30. Januar 1934
Bischöflicher Fahnenschmuck zum Jahrestag der Machtübernahme

2. Februar 1934
Erich Mühsam wird in das „KZ Oranienburg“ gebracht

26. März 1934
Kardinal Faulhaber nimmt Hitler erneut in Schutz

30. Mai 1934
Die päpstliche Nuntiatur in München wird aufgelöst

31. Mai 1934
Nuntius Alberto Vassallo di Torregrossa beendet offiziell seine Tätigkeit

30. Juni 1934
Der sogenannte Röhm-Putsch

30. Juni 1934
Dr. Fritz Gerlich wird im KZ Dachau erschossen

3. Juli 1934
Das KZ-Wachpersonal fordert Erich Mühsam zum Selbstmord auf

10. Juli 1934
Kardinal Faulhaber traut den Eisner-Mörder

10. Juli 1934
Mithäftlinge finden Erich Mühsam erhängt an einem Pfahl in der Latrine

24. Juli 1934
Faulhaber: „Gott erhalte unseren Reichskanzler“

20. Oktober 1934
Die erste deutschlandweite Razzia der Nazis gegen „Homosexuelle“

15. November 1934
Attentat auf Pater Rupert Mayer in Pasing verfehlt sein Ziel

2. Juni 1935
Wohnungskündigungen gegenüber jüdischen Mietern sind möglich

29. Juni 1935
Die Autobahn geht bis nach Holzkirchen

17. August 1935
Anfertigung einer zentralen „Judenkartei“ durch die „Gestapo“

13. September 1935
Karl Valentins Schwiegersohn wird im „KZ Dachau“ inhaftiert

15. September 1935
Die Nürnberger Gesetze bringen die völlige Entrechtung der Juden

1. Oktober 1935
„General“ Walter von Rückenau übernimmt den „Wehrkreis VII“

18. Oktober 1935
Das „Gesetz zum Schutze der Erbgesundheit des deutschen Volkes“

9. November 1935
Die Särge der Toten des „Hitlerputsches“ kommen in die „Ehrentempel“

12. Dezember 1935
Der „Lebensborn“ wird in Berlin gegründet

1936
Hitlers Wohnung am Prinzregentenplatz

1936
Heinrich Himmler bestimmt die Aufgaben des „Lebensborn e.V.“

21. Juli 1936
Warnung vor dem Zuzug nach München wegen Wohnungsknappheit

August 1936
Der Valentin-Karlstadt-Film „Die Erbschaft“ wird von der Zensur verboten

15. August 1936
Das erste Entbindungsheim des „Lebensborn e.V.“ in Steinhöring

4. Oktober 1936
Der Übertritt von Juden zum Christentum hat rassisch keine Bedeutung

23. Oktober 1936
„Nuntius“ Alberto Vassallo di Torregrossa verlässt München

4. November 1936
Faulhabers Unterredung mit Adolf Hitler

24. November 1936
Faulhaber berichtet über die „Harmonie am Obersalzberg“

30. Dezember 1936
Faulhabers Unterstützung im Abwehrkampf gegen den Bolschewismus

1937
Die „Kaulbach-Villa“ wird vom „Gauleiter“ Adolf Wagner bewohnt

1937
Die Nationalsozialisten feiern den „Rückgang der Viel-Leserei“

7. April 1937
Pater Rupert Mayer erhält Redeverbot für das gesamte Reichsgebiet

28. April 1937
Mögliche Emigranten sind bei der „Finanzbehörde“ anzuzeigen

1. Mai 1937
Der „Scharfrichter“ Johann Reichhart wird Mitglied der NSDAP

12. Juni 1937
Jüdische Rasseschänder müssen ins Konzentrationslager

22. Juli 1937
Kanzelmissbrauch und Heimtückegesetz

25. August 1937
Die Zuständigkeiten der Scharfrichter werden neu festgelegt

8. November 1937
Die Ausstellung „Der ewige Jude“ wird eröffnet

11. November 1937
Die „Thomas-Mann-Villa“ wird dem „Lebensborn“ übergeben

Januar 1938
Der „Lebensborn e.V.“ bezieht die ehemalige „Thomas-Mann-Villa“

22. Januar 1938
„Sonderbaubehörde Ausbau der Hauptstadt der Bewegung“

15. Februar 1938
„General“ Eugen Ritter von Schobert kommandiert den „Wehrkreis VII“

3. Juli 1938
Der Turm der evangelischen Matthäuskirche wird gesprengt

8. Juli 1938
Martin Bormann verlangt die Erfassung jüdischer Wohnsituationen

17. August 1938
„Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen“

18. August 1938
Vertreibung der Juden aus „arischen“ Wohnhäusern

5. Oktober 1938
Die Ausweise der Juden müssen mit einem roten „J“ versehen werden

27. Oktober 1938
Das „Deutsche Reich“ lässt 17.000 Juden verhaften

7. November 1938
Herschel Grynspan verletzt in Paris Ernst vom Rath schwer

8. November 1938
Gryspans Bluttat zum politisch motivierten Mordanschlag hochstilisiert

9. November 1938
Die „Reichskristallnacht“ nimmt ihren Anfang

9. November 1938
Die „Ohel-Jakob-Synagoge“ geht in Flammen auf

9. November 1938
„Propagandaminister“ Goebbels hält eine „antisemitische Hassrede“

9. November 1938
Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung

10. November 1938
„Propagandaminister“ Joseph Goebbels erlässt einen „Aufruf an Alle!“

12. November 1938
Hermann Göring erlässt eine „Sühneverordnung“ für Juden

18. November 1938
Die „Israelitische Kultusgemeinde“ muss Nazi-Maßnahmen durchsetzen

22. November 1938
Vertreibung der Juden aus „arischen“ Wohnhäusern

28. November 1938
„Anweisung zur Erfassung der jüdischen Wohnungen“

1939
Adolf Hitler erwirbt die Immobilie am Prinzregenten Platz 16

1939
Oberbürgermeister Fiehler macht die „Rosipal-Stiftung“ rückgängig

1939
Das „Haus des Deutschen Rechts“ wird seinem Zweck übergeben.

1. Januar 1939
Einführung des „Arbeitspflichtdienstes für alle Mädchen“

1. Januar 1939
Juden müssen die zusätzlichen Vornamen „Sara“ oder „Israel“ führen

24. Januar 1939
Vorbereitung der „Endlösung der Judenfrage“

2. Februar 1939
Vermeidung aller christlichen Redewendungen und Begriffe

15. März 1939
Deutsche Truppen marschieren in Böhmen und Mähren ein

17. April 1939
95 Prozent aller Deutschen sind „Angehörige einer christlichen Kirche“

20. April 1939
Glückwünsche der Münchner evangelischen Gemeinde

28. April 1939
Hitler kündigt den „deutsch-polnischen Nichtangriffspakt“

30. April 1939
Juden müssen in „Judenhäuser“ ziehen

Mai 1939
Sämtliche „Rundfunkgottesdienste“ werden eingestellt

14. Mai 1939
Am Muttertag gibt’s den „Karnickelorden“

22. Mai 1939
Der Stahlpakt, ein Militär-Bündnis mit Italien

9. Juni 1939
Pater Rupert Mayer gibt bei der Gestapo eine Erklärung ab

23. August 1939
Abschluss des „Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes“

25. August 1939
Englisch-polnischer Beistandspakt

1. September 1939
Der Beginn des Zweiten Weltkrieges

1. September 1939
Adolf Hitler erlässt den Euthanasiebefehl

2. September 1939
Die evangelische Kirche steht hinter Hitlers Krieg mit Polen

3. September 1939
Großbritannien und Frankreich erklären Deutschland den Krieg

5. September 1939
Eine Verordnung gegen Volksschädlinge wird erlassen

20. September 1939
Juden müssen die Radioapparate abliefern

28. September 1939
Die „Arisierungsstelle“ nimmt ihre Tätigkeit auf

1. Oktober 1939
Für die Ernte auf den polnischen Schlachtfeldern wird Gott gedankt

3. Oktober 1939
Glockengeläut nach dem Einmarsch in Warschau

6. Oktober 1939
Nach Beendigung der Kämpfe wird Polen Generalgouvernement

18. Oktober 1939
Versand kirchlicher Druckschriften an Wehrmachtssoldaten verboten

3. November 1939
Pater Ruppert Mayer wird verhaftet und gefangen gehalten

Nach dem 8. November 1939
Faulhaber beglückwünscht Hitler zu seiner „glücklichen Rettung“

8. November 1939
Hitler verlässt den „Bürgerbräukeller“ 13 Minuten zu früh

9. November 1939
Das „besondere Walten der Vorsehung

19. November 1939
„Dankgebet für die Bewahrung Adolf Hitlers“

21. Dezember 1939
Hermann Giesler wird „Generalbaurat für die Hauptstadt der Bewegung“

23. Dezember 1939
Pater Rupert Mayer erhält im „KZ Sachsenhausen-Oranienburg“ Einzelhaft

Ab 1940
2.805 Todesurteile in der NS-Zeit vollstreckt

Um 1940
„Entbindungsheime“ und „Kinderheime“ des „Lebensborn e.V.“

Ab 1940
Das „Schyrenbad“ als „Sammelstelle zur Möbelbergung“

1. Januar 1940
Das „Lebensbornheim Hochland“ in Steinhöring bietet mehr Platz

15. Januar 1940
Umzug der Lebensborn-Zentrale

18. Januar 1940
Die ersten 25 Haar-Eglfinger Patienten werden ermordet

19. Juli 1940
Den Juden werden die Telefonanschlüsse gekündigt

7. August 1940
Pater Rupert Mayer wird ins Kloster Ettal verbannt

Ab 1941
Der „Lebensborn e.V.“ lässt „rassisch wertvolle“ Kinder entführen

Frühjahr ??? 1941
Beginn der „Zwangsevakuierung“ von Juden

1941
Der Untergiesinger „Hochbunker“

April 1941
Nazis zeigen gegenüber Graf Arco ein großes Entgegenkommen

April 1941
Liste für die „Wiedervermietungen freigewordener Judenwohnungen“

April 1941
„Kultusminister“ Wagner lässt „Kruzifixe“ aus den Schulräumen entfernen

24. Juni 1941
Der Lebensborn e.V. erwirbt die Bürgermeister-Villa in Bogenhausen

18. Juli 1941
Die Heimanlage für Juden in Berg am Laim wird geöffnet

August 1941
Hitler lässt den „Euthanasiebefehl“ einstellen

August 1941
Flugblätter und Klebezettel mit Aufrufen zum Widerstand

18. August 1941
Elisabeth und Rosa Braun kommen in die „Heimanlage für Juden“

1. September 1941
Alle jüdischen Bürger müssen den gelben Judenstern tragen

23. Oktober 1941
Die „Verhinderung der Auswanderung jüdischer Menschen“ angeordnet

20. November 1941
Der erste Transport von 1.000 Münchner Juden nach Kaunas

20. November 1941
Elisabeth „Sara“ Braun wird in Kaunas gebracht und ermordet

1. Dezember 1941
Die „Gestapo“ verbietet Juden die Verwertung ihres mobilen Eigentums

11. Dezember 1941
Hitler erklärt Amerika den Krieg

12. Dezember 1941
Juden dürfen öffentliche Telefone nicht mehr benutzen

1942
Der „Lebensborn e.V.“ beschäftigt in seiner Zentrale 220 Personen

Ab Ende 1942
Dienstwohnungen des „Lebenborn e.V.“ in der „Bürgermeister-Villa“

Februar 1942
Alfred Delp nimmt Verbindungen zum „Kreisauer-Kreis“ auf

24. April 1942
Verbot der Benutzung „öffentlicher Verkehrsmittel“ für Juden

15. Mai 1942
Verbot der Haustierhaltung für Juden

9. Juni 1942
Juden müssen alle entbehrlichen Kleidungsstücke abgeben

1. Juli 1942
Schulunterricht für Juden verboten

1. Juli 1942
Rosa Braun wird nach Theresienstadt gebracht und dort ermordet

20. Juli 1942
Die Endlösung der Judenfrage wird beschlossen

Ende August 1942
Die alliierten Angriffe aus der Luft beginnen erneut

Ende August 1942
Hitlers Wohnhaus am Prinzregenten Platz 16 wird leicht beschädigt

9. August 1942
Edith Stein wird im „Konzentrationslager Auschwitz“ ermordet

18. September 1942
Juden erhalten keine Fleisch-, Milch-, Raucher- und Weißbrotmarken mehr

20. September 1942
Der achte Luftangriff auf München

9. Oktober 1942
Juden wird der Kauf von Büchern verboten

Ab 16. Oktober 1942
Der Kreisauer Kreis beschäftigt sich mit Staat, Kirche, sozialen Fragen

Um November 1942
Verbindungen zwischen dem „Kreisauer Kreis“ und dem „Sperr-Kreis“

12. November 1942
Dr. Hermann Joseph Wehrle wird „Kaplan“ in Bogenhausen

30. November 1942
In ganz Bayern leben noch 1.390 „Rassejuden“

1943
Das Einkommen des „Scharfrichters“ Johann Reichhart ist massiv gestiegen

Sommer 1943
Das „Luftgaukommando“ wird nach Grünwald verlegt

15. Februar 1943
Das sechste Flugblatt der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“

16. Februar 1943
Der „Totale Krieg“ bringt verstärkt Bombardements

18. Februar 1943
Die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ verteilt Flugblätter in der Universität

22. Februar 1943
Todesurteile gegen Sophie und Hans Scholl sowie Christoph Probst

März 1943
Phosphor- und Sprengbomben zerstören die „Bayerische Staatsbibliothek“

23. April 1943
Juden wird die „deutsche Staatsangehörigkeit“ entzogen

Juni 1943
In München gibt es nur mehr 483 Juden

30. Juni 1943
Die Arisierungsstelle hat ganze Arbeit geleistet

1. Juli 1943
Deutsche Juden werden dem Polizeirecht unterstellt

13. Juli 1943
Alexander Schmorell und Kurt Huber in Stadelheim hingerichtet

31. Juli 1943
Lida Gustava Heymann stirbt in Zürich

2. Oktober 1943
Tragödie in der Kühbachstraße

12. Oktober 1943
Das Todesurteil gegen Willi Graf wird vollstreckt

13. Dezember 1943
Gewissensbisse zum „Tyrannenmord“

20. Dezember 1943
Anita Augspurg stirbt in Zürich

1944
„Gauleiter“ Paul Giesler übernimmt die Dienstvilla in der Kaulbachstraße 15

1944
Die Gebäude der „Beamten-Relikten-Anstalt“ werden zerstört

Sommer 1944
Der „Lebensborn e.V.“ muss nach Steinhöring verlagert werden

14. Januar 1944
James Graf von Moltke wird verhaftet

17. April 1944
Ein „Staatsbegräbnis“ für den „Gauleiter“ Adolf Wagner

24. April 1944
Die „Volksschule am Kolumbusplatz“ wird zerbombt

24. April 1944
Die „Villa Stuck“ wird durch weitere Bombentreffer stark beschädigt

Ende Juli 1944
„Scharfrichter“ Johann Reichhart muss für Hinrichtungen nach Berlin

20. Juli 1944
Ein Attentat auf Adolf Hitler im Führerhauptquartier Wolfsschanze

28. Juli 1944
Gestapo-Agenten nehmen Pater Alfred Delp fest

18. August 1944
„Kaplan“ Dr. Hermann Joseph Wehrle wird von der „Gestapo“ verhaftet

21. August 1944
Freiherrn Ludwig von Leonrod wird zum Tode verurteilt

Nach dem 26. August 1944
Faulhabers „Treueverhältnis gegenüber dem Führer“

26. August 1944
Freiherr von Leonrod wird hingerichtet

13. September 1944
„Kaplan“ Dr. Hermann Joseph Wehrle wird in akute Gefahr gebracht

1945
In den „Lebensborn-Heimen“ wurden etwa 8.000 Kinder geboren

Ab 9. Januar 1945
Die „Hauptverhandlung“ gegen Alfred Delp in Berlin beginnt

11. Januar 1945
Alfred Delp wird zum Tode verurteilt

11. Januar 1945
Die Hauptverhandlung gegen Franz Sperr beginnt

15. Januar 1945
Arbeitsfähige Juden sollen in das „Ghetto Theresienstadt“

23. Januar 1945
Franz Sperr wird hingerichtet

27. Januar 1945
Sowjetische Truppen befreien das Konzentrationslager Auschwitz

2. Februar 1945
Der „Jesuitenpater“ Alfred Delp wird in Berlin-Plötzensee gehängt

Bis Ende April 1945
„Scharfrichter“ Johann Reichhart vollstreckt 3.009 Todesurteile

Ende April 1945
Die „Wehrmacht“ bleibt Herr im Haus des ehemaligen „Kriegsministeriums“

17. April 1945
Der 73. und letzte Luftangriff auf München

24. April 1945
​Bormann: „Verteidigen Sie Ihren Gau mit Rücksichtslosigkeit und Schärfe!“

29. April 1945
Das Konzentrationslager Dachau wird befreit

30. April 1945
Amerikanische Truppen befreien München von den Nazis

Ab Mai 1945
„Scharfrichter“ Johann Reichhart muss für die US-Militärregierung arbeiten

Mai 1945
Die Amerikaner finden in München nur noch 84 Juden vor

8. Mai 1945
Tag der bedingungslosen Kapitulation

8. Mai 1945
Nur noch 64 überlebende Juden in München

8. Mai 1945
Rudolf von Sebottendorff ertränkt sich im Bosporus

8. Juni 1945
Der Soldatensender AFN nimmt seinen Betrieb auf

7. August 1945
Straßen in Berg am Laim werden wieder umbenannt

20. November 1945
Der „Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess“ beginnt

Ab März 1946
Der Gebäudeschutt wird - professionell und systematisch - geräumt

26. März 1946
Der „Platz der Opfer des Nationalsozialismus“ entsteht

30. April 1946
Die Stadt begeht den ersten „Jahrestag der Befreiung Münchens“

2. Mai 1946
„Platz der Opfer demokratischer Menschenverdummung“

16. Oktober 1946
Neun Hauptkriegsverbrecher werden hingerichtet

17. Oktober 1946
Die „Hauptkriegsverbrecher“ werden im „Ostfriedhof“ eingeäschert

Bis April 1947
„Henker“ Johann Reichhart hat insgesamt 3.165 Todesurteile vollstreckt

Mai 1947
Johann Reichhart wird in das „Internierungslager Moosburg“ gebracht

20. Oktober 1947
Der Prozess gegen den „Lebensborn e.V.“ beginnt

10. März 1948
Der Prozess gegen den „Lebensborn e.V.“ endet

12. Juli 1948
Im ehemaligen Führerbau wird das Amerikahaus eröffnet

15. Oktober 1948
Adolf Hitlers Nachlass wird vor der „Spruchkammer München“ geregelt

31. Oktober 1948
Enthüllung der Gedenktafel an der Bogenhausener „Georgskirche“

Bis Mai 1949
Etwa 750 Personen wegen Verbrechen unter dem NS-System hingerichtet

12. Dezember 1950
Die Familie Schülein verzichtet auf ihre Grundstücke

14. Dezember 1950
Hitlers persönliche Habe wird entdeckt

1959
Das „Schiller-Denkmal“ kommt in die gegenüberliegende Grünanlage

29. Mai 1960
Das Kavallerie-Denkmal vor dem Hauptstaatsarchiv wird enthüllt

13. Januar 1965
Ein provisorisches Denkmal aus Flossenbürger Granit

1974
De „Bayerische Landesbank“ kauft das ehemalige „Wittelsbacher Palais“

30. Januar 1980
Die „Wehrsportgruppe Hoffmann“ als „terroristische Organisation“ verboten

Um den 20. März 1980
Verniedlichung der „Wehrsportgruppe Hoffmann“:

26. September 1980
Das Oktoberfest-Attentat

27. September 1980
So, als sei nichts gewesen

27. September 1980
Abendzeitung: „Eine Spur führt direkt zu den Neo-Nazis“

27. September 1980
Der politisch rechts orientierten Gundolf Köhler war der Attentäter

Um den 28. September 1980
Die verbotene paramilitärische „Wehrsportgruppe Hoffmann“ im Verdacht

30. September 1980
Das „Oktoberfest“ wird für einen Tag geschlossen

1981
Ein Gedenkstein zur Erinnerung an Pater Alfred Delp

13. Mai 1981
SoKo Theresienwiese: Gundolf Köhler dürfte als Alleintäter gehandelt haben

18. September 1981
Ein Mahnmal für die Opfer des Wiesn-Attentats

1983
Der Stadtrat beschließt den Entwurf für ein neues „Mahnmals“

8. November 1985
Georg Kronawitter enthüllt ein „würdiges Denkmal“

Nach dem 8. November 1985
Der alte Gedenkstein kommt auf den „Platz der Freiheit“ in Neuhausen

Dezember 1985
Die „Ewige Flamme“ soll nur noch an besonderen Gedenktagen brennen

November 1986
Die „Ewige Flamme“ darf am Tag und in der Nacht brennen

6. Dezember 1992
Lichterkette gegen Ausländerhass

1995
Ein Mahnmal speziell für die Opfer der Sinti und Roma

27. Januar 1996
Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

24. Februar 1997
In der „Rathaus-Galerie“ wird die „Wehrmachtsausstellung“ eröffnet

8. November 1998
Oberbürgermeister Ude enthüllt die Gedenktafel an die „Reichskristallnacht“

2007
Das „Mahnmal“ für die „Opfer der Sinti und Roma“ wird erneuert

Dezember 2008
Der „Platz der Opfer des Nationalsozialismus“ soll würdiger gestaltet werden

8. November 2009
„Gedenktafel an die Reichskristallnacht“ am „Alten Rathauses“ angebracht

März 2010
Das Konzept für die Neugestaltung des „Platzes der Opfer“ wird vorgestellt

21. Juli 2013
Eine Gedenktafel für die Widerstandsgruppe Weiße Rose angebracht

September 2013
Die Stadt München kauft nach 18 Jahren das Werk „Argumente“

27. Januar 2014
Neu gestaltet: Der Platz der Opfer des Nationalsozialismus

9. April 2014
Die Eröffnung des NS-Dokumenationszentrum muss verschoben werden

21. Mai 2014
Eine Gedenktafel für jüdische Juristen

30. April 2015
Das „NS-Dokumentationszentrum“ wird eröffnet

13. März 2018
Gedenkveranstaltung für die deportierten Sinti und Roma

5. Juli 2018
Einführung eines jährlichen Gedenktages für die Sinti und Roma beschlossen