Fakten - Bogenhausen

776
Bogenhausen wird erstmals genannt

1229
Ein „Abraham von München“ in einer Regensburger Urkunde

1285
Ein Münchner Jude soll einen christlichen Knaben ermordet haben

1310
Juden dürfen den Christen die Teile geschlachteter Tiere verkaufen

22. Dezember 1315
Bischof Konrad III. beauftragt eine „Diözesan-Beschreibung“

1319
König Ludwig „der Baier

13. Februar 1327
Der verheerendste „Stadtbrand“ der Münchner Geschichte

1357
Bogenhausen kommt zum „Chorherrnstift Sankt Veit“ bei Freising

22. April 1418
Ein verheerendes Großfeuer zerstört weite Teil der Stadt

24. April 1429
Ein Stadtbrand vernichtet große Areale

1442
Herzog Albrecht III. vertreibt alle Juden aus seinem Teilherzogtum

1538
Zur „Hauptmannschaft Obergiesing“ gehören rechtsisarische Orte

1553
Juden ist der Aufenthalt im Herzogtum Baiern verboten

16. April 1564
Papst Pius IV. gestattet den „Laienkelch“ im Herzogtum Baiern

1572
Heinrich Schobinger kommt in den Besitz des „Zaichingerhofes“

29. September 1616
Aufenthalts-, Handels- und Gewerbeverbot für Juden erneuert

1623
Kaiser Ferdinand II. erhebt Georg Schobinger in den erblichen Adelsstand

3. Juni 1628
Die „Carl-Borromäus-Kirche“ wird die Pfarrkirche der Au

1635
Bogenhausens erstes Adelsschlösschen

1640
Der „Adelssitz Stepperg mit Niedergerichtsbarkeit“

1660
Zwölf Quellen führen dem „Brunnhaus im Brunnthal“ das Wasser zu

1675
Die Legende des Heiligen Georg wird ausführlich publiziert

1683
Im „Brunnthal“ entsteht ein „Militärwaisenhaus und Militärlazarett“

1697
Der Bogenhausener Adelssitz kommt an Johann Antonio Gumpp

Um 1700
Eine „Pflegeanstalt für bresthafte Frauen“

1704
Gräfin Adelheid Felicitas von Törring-Seefeld kauft „Schloss Neuberghausen“

Nach dem 11. April 1715
Kurfürst Max Emanuel lässt er alle Juden aus dem Land weisen

2. September 1718
Kurfürst Max Emanuel erteilt dem Pferdehändler Joseph Mändle „Hofschutz“

1720
Kurfürst Max Emanuel verschuldet sich bei jüdischen Geldgebern

5. Oktober 1722
Kurprinz Carl Albrecht heiratet Erzherzogin Maria Amalia von Österreich

9. August 1723
Simon Wolf Wertheimer wird zum „geheimen Hofjuwelier“ ernannt

15. April 1728
Der „Hohe Ritterorden St. Georgii“ erhält seine kirchliche Bestätigung

28. März 1729
Kurfürst Carl Albrecht setzt die Statuten des „Georg-Ritterordens“ in Kraft

24. April 1729
Gründung des „Georgs-Ritterordens“ durch Kurfürst Carl Albrecht

1737
Caspar Gregor von Lachenmayr kauft das Bogenhausener Törring-Schloss

1738
Die „Georgs-Kirche“ als „eine der schöneren Landkirchen“ beschrieben

1740
„Neuberghausen“ wird zum „Adeligen Sitz mit Patrimonialgerichtsbarkeit“

24. April 1741
Die Aufnahme von Geistlichen in den „Georgs-Ritterorden“ wird möglich

1751
Graf Hieronimo von Spreti kauft das „Schloss Neuberghausen“

1759
Der Dachstuhl der „Georgskirche“ wird als „fast völlig verfault“ bezeichnet

1760
August Joseph Graf von Törring-Jettenbach kauft „Schloss Neuberghausen“

März 1766
Beginn der Umbauarbeiten an der „Georgskirche“

1768
Die Statuten des „Georgs-Ritterordens“ werden geändert

1771
Der Turm der „Georgskirche“ erhält seine charakteristische Kuppel

1772
Stephan Selmayr heiratet auf den „Hanslmarterhof“ ein

1773
Der Hochaltar der „Georgskirche“ von Johann Baptist Straub ist vollendet

1777
Die Innenausgestaltung der „Georgskirche“ istabgeschlossen

Um 1803
Maximilian Joseph von Montgelas kauft den „Sitz Stepperg“

1803
Stephan Selmayr wird Eigentümer des „Hansmarterhofs“

1804
Montgelas lässt bei Bogenhausen eine Holzbrücke über die Isar bauen

1804
Oberst Riedel baut die erste Isarbrücke bei Bogenhausen

Ab 1805
Beginn der Isarregulierung ab Bogenhausen

25. August 1805
Geheimverhandlungen im Bogenhausener „Schloss Stepperg“

1. Januar 1806
Der „Georgs-Ritterorden“ wird zum „Königlich-Bayerischen Hausritterorden“

1807
Im Bogenhausener „Brunnthal“ besteht ein Badebetrieb mit Wirtschaft

Ab 1808
Durch die Isar-Regulierung entsteht der heutige „Herzogpark“

1808
Johann Wilhelm von Hompesch kauft „Schloss Neuberghausen“

2. November 1809
Max Joseph von Montgelas wird in den „Grafenstand“ erhoben

29. November 1809
Freiherr Maximilian Joseph von Montgelas erhält das „Grafendiplom“

1812
Kaspar Selmayr übernimmt den „Hanslmarterhof“ in Bogenhausen

1812
Die „Wiebekingsche Brücke“ bei Bogenhausen entsteht

1812
Die Bogenhausener Isarbrücke muss wegen Baufälligkeit abgerissen werden

10. Juni 1813
Im „Königreich Baiern“ tritt das „Judenedikt“ in Kraft

25. Januar 1815
39 jüdische Männer gründen die „Israelitische Kultusgemeinde“

24. März 1816
Die erste Bestattung auf dem „jüdischen Friedhof“

1. April 1816
Johann Georg Soldner erhält die „provisorische Sternwarte“

18. April 1816
Baupläne zum Neubau einer „Sternwarte in Bogenhausen“

4. Juni 1816
Die Pläne zum Neubau einer „Sternwarte in Bogenhausen“ sind genehmigt

11. August 1816
Der erste Spatenstich für den Neubau einer „Sternwarte in Bogenhausen“

15. November 1817
Die „Sternwarte“ in Bogenhausen geht in Betrieb

1820
Im „Betz‘schen Wirtshaus“ wird als Attraktion ein Karussell aufgestellt

1824
Bogenhausen erhält am Kirchplatz 3 eine eigene Schule

26. Juli 1824
Grundsteinlegung für die „jüdische Synagoge“ an der Westenriederstraße

1826
Ein Hochwasser zerstört die „Wiebekingsche Brücke“

1826
Ein lange anhaltendes Provisorium

1827
Aus dem „Schloss Neuberghausen“ wird eine Ausflugswirtschaft

31. Dezember 1827
In ganz Bayern gibt es etwas mehr als 350 Ziegeleien

1836
In Bayern werden 1.125 „Ziegelstadel“ betrieben

1837
Die Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten im Münchner Osten

1846
Erweiterung der Bogenhausener Schule

26. März 1848
Ludwig I. als „Großmeister des Georgs-Ritterordens“ entlassen

26. Mai 1849
Hubert Herkomer kommt in Waal bei Landsberg zur Welt

1852
Die Familie Herkomer wandert nach Cleveland, Ohio, aus

1855
Schwerreiche Bauern und halbe Existenzen

1856
Joseph Selmayr sen. ist Bauer auf dem „Hanslmarterhof“

1856
Der Berliner Baumeister Friedrich Hoffmann erfindet den „Ringofen“

4. April 1857
König Max II. lässt die „Maximiliansanlagen“ anlegen

1858
Die Familie Herkomer lässt sich in Southampton nieder

1858
Die „Dr. Steinbachs Naturheilanstalt“ im „Brunnthal“

12. September 1859
Reinhold Hirschberg eröffnet eine Ziegelei in Steinhausen

1860
Die Münchner „Ziegeleibesitzer“ schließen sich zusammen

1861
Die Wirtschaft „Neuberghausen“ wird eröffnet

1861
Das ehemalige „Schloss Neuberghausen“ wird abgerissen

31. Dezember 1861
3.840 „Ziegelstadel“ gibt es in ganz Bayern

August 1862
König Max II. beabsichtigt seine provisorische Ruhestätte einzurichten

20. September 1862
Das „Marienstift für verwaiste Töchter von Staatsdiener aller Klassen“

1865
Hubert Herkomer besucht die „Akademie der Bildenden Künste“

1865
Die Gemeinde Bogenhausen will eingemeindet werden

1865
Die „Beamten-Relikten-Anstalt“ wird zunächst als „Militärspital“ benutzt

1866
Die „Georgskirche“ wird dem Zeitgeschmack entsprechend renoviert

1866
Aus der Firma „Hirschberg & Co“ wird die „Actien-Ziegelei München“

1867
Die „Actien-Ziegelei München“ richtet die „Fabrik Bogenhausen“ ein

Nach dem Jahr 1867
Die „Actien-Ziegelei München“ betreibt eine Ziegelei in Zamdorf

Um 1870
Jährlich kommen etwa 15.000 „Saisonarbeiter“ aus der Gegend von Udine

August 1870
Die „Gemeindeverwaltung Bogenhausen“ will keinen ledigen Lehrer

1871
Hubert und Lorenz Herkomer leben für sechs Monate bei Bauern in Garmisch

1871
Die „Beamten-Relikten-Anstalt“ bietet Platz für rund 100 Frauen

1873
Hubert Herkomers Bild „Nach des Tages Arbeit“ entsteht

1874
Das neue Bogenhausener Schulhaus wird fertig gestellt

1874
Joseph Behringer betreibt im Münchner Osten den ersten „Ringofen“

Um August 1874
Die Gemeinde Bogenhausen finanziert den Bau einer Eisenbrücke

Um 1875
Hubert Herkomer malt sozialkritische Themen

28. August 1875
Zamdorf wird der Gemeinde Berg am Laim zugeschlagen

1877
60 „Ziegeleien“ zwischen Ramersdorf und Unterföhring

1878
Von den Arbeitsbedingungen der Ziegeleiarbeiter

1879
Die italienischen „Ziegeleiarbeiter“ kommen schneller nach Bayern

Nach 1880
Das „Gaswerk am Kirchstein in Steinhausen“ entsteht

26. Juli 1880
Das „Gas-Konsortium“ erwirbt Grund am „Kirchstein“

13. August 1880
Das „Gas-Konsortium“ kauft weitere 2,976 Hektar an

1882
Joseph Selmayr junior wird „Bürgermeister“ von Bogenhausen

Um 1883
Hubert Herkomer macht sich einen Namen als Porträtist

1883
Hubert Herkomer betreibt in Bushey, England, eine „Kunstschule“

1883
Der „Panoramenmaler“ Ernst Philipp Fleischer wohnt in München

1885
Hubert Herkomer wird „Professor der Schönen Künste“

Um August 1885
Hubert Herkomers „Leben und Arbeit in den bayerischen Bergen“

1886
Joseph Selmayr jun. übernimmt den „Hansmarterhof“

1887
Kommentierte Berichte der „Fabrikinspektoren“

1891
Hubert Herkomer malt ein gewaltiges Gruppenbild

1891
Italienische „Sammelklassen“ in der Haidhauser „Wörthschule“

1. Januar 1892
Bogenhausen wird nach München eingemeindet

Um Februar 1892
Ernst Philipp Fleischer erhält eine Professur in Berlin

1894
Ein „Stadtpalais“ für Prinz Friedrich von Hohenzollern

Ab 1895
Das „Wohn- und Atelierhaus“ für Adolf von Hildebrand wird gebaut

12. Juni 1895
Der „Wittelsbacher Brunnen“ am Lenbachplatz wird eingeweiht

Ab 1896
Martin Dülfer erbaut die herrschaftliche Villa Berchtoldsheim

9. Mai 1896
Die Grundsteinlegung für das „Friedensdenkmal“

1898
Ernst Philipp Fleischers Panorama „Kaiser Franz Joseph und seine Zeit“

1898
Die „Bürgermeistervilla“ an der Ismaninger Straße 95

1899
Hubert Herkomer wird in den deutschen Adelsstand erhoben

1899
„... eine fast unausrottbare Abneigung gegen Lehmarbeit“

1899
Eine Villa für Rudolf Diesel in Bogenhausen

16. Juli 1899
Der „Friedensengel“ wird eingeweiht

13. September 1899
Die „Luitpoldbrücke“ wird ein Opfer der Fluten

17. Dezember 1899
Die „Gesellschaft Prinzregenten-Theater [GmbH]“ wird gegründet

1900
Das „Betz‘sche Wirtshaus“ wird als repräsentative Gaststätte neu gebaut

1900
Das Bogenhausener Schulhaus am Kirchplatz 3 erhält einen Anbau

5. Mai 1900
Die Firma Heilmann & Littmann bebaut den „Herzogpark“ mit Villen

1901
Für die „italienischen Arbeiter“ genügen die Zustände ohnehin

1901
Die „Max-Joseph-Brücke“, Bogenhausens fünfte Brücke, entsteht

1901
Die „Actien-Ziegelei München“ beteiligt sich am „Prinzregententheater“

1902
Eine 17-stündige Arbeitszeit in der Ziegelei

Ab 1902
Professor Max Littmann baut für sich und seine Familie die „Villa Lindenhof“

Ab 1902
Benno Beckers Villa in der Maria-Theresia-Straße 26

1904
Das „Wirtshaus Neuberghausen“ liegt zu Nahe an der Kirche

1905
Die legendären Automobilrennen des Hubert von Herkomer

1905
Die „Georgskirche“ wird letztmals mit Schindeln gedeckt

1907
Hubert von Herkomer wird die „englische Ritterwürde“ verliehen

Bis 1908
Die Stimmabgabe bei politischen Wahlen ist an Besitz gebunden

1908
Die „Actien-Ziegelei München“ betreibt in Unterföhring ein Werk

28. Februar 1908
Ernst Philipp Fleischer wird „wegen Ehebruchs“ geschieden

1909
Planungen für einen Kirchenneubau der „Georgskirche“

Mai 1909
Die Arbeiten zum „Fleischer-Schlössl“ in Bogenhausen beginnen

1910
Schichtunterricht in den Bogenhausener Schulen

1910
Das „Bad Brunnthal“ wird abgebrochen

Um April 1910
Die Arbeiten zum „Fleischer-Schlössl“ müssen eingestellt werden

1911
Das Wirtshaus „Neuberghausen“ in Bogenhausen wird stillgelegt

Um Dezember 1912
Das „Zwangsversteigerungsverfahren“ für das „Fleischer-Schlössl“

1913
Die „Grundverwertungsgesellschaft“ ersteigert das „Fleischer-Anwesen“

1913
Thomas Mann kauft ein Grundstück im „Herzogpark“

1. Juli 1913
Eingemeindung von Oberföhring

1914
Die späteren „Togal-Werke“ werden gegründet

1914
Der Neubau der Bogenhausener „Gebeleschule“ wird bezogen

1914
In das alte Schulgebäude am Kirchplatz 3 zieht ein „Kindergarten“

1914
Im Bogenhausener „Brunnthal“ entstehen neoklassizistische Villen

Anfang 1914
Thomas Mann bezieht seine Villa in der Poschingerstraße 1 im „Herzogpark“

31. März 1914
Sir Hubert von Herkomer stirbt in England

Februar 1918
Im „Fleischer-Palast“ sollen 110 Kleinwohnungen untergebracht werden

26. Juli 1918
Das „Gesetz zur Errichtung des Reichsfinanzhofs“ wird verabschiedet

1. Oktober 1918
Der „Reichsfinanzhof“ nimmt seine Tätigkeit auf

1919
Das „Reichsvermögensamt“ kauft das „Fleischer-Anwesen“ in Bogenhausen

1. Oktober 1919
Der erste „Hortleiterinnenkurs“ wird abgehalten

16. März 1920
Der „Antisemitismus“ wird gewalttätig

1921
Die „Pharmacia M. Schmidt & Co“ erwirbt die „Betz'sche Gaststätte“

1. Juli 1923
Die „Münchner Edelmesse GmbH“ wird eine „Aktiengesellschaft“

3. Januar 1924
Der „Reichsfinanzhof“ wird eingeweiht

1925
Die theoretische Ausbildung des „Kindergarten-Seminars“ in Bogenhausen

1925
Die Kuppel der „Georgs-Kirche“ wird mit Kupferblech überzogen

Um 1925
Protest gegen den Teilabriss der Bogenhausener „Georgskirche“

Oktober 1925
Die „Münchner Edelmesse AG“ in Bogenhausen ist bankrott

1927
Die „Villa Lauer“ wird von den „Suevia-Corpsbrüdern“ gekauft

1930
Die beiden Grützner-Kinder versteigern alle Güter

9. September 1930
„Brandbrief“ an Kardinal Michael von Faulhaber und die „Bischofskonferenz“

18. November 1930
Die Bischöfe beschäftigen sich mit dem Nationalsozialismus

1931
Bürgerproteste verzögern das Togal-Genehmigungsverfahren

Ab 1933
Die Aufgaben des „Reichsfinanzhofes“ ändern sich

30. Januar 1933
Machtübernahme: Adolf Hitler wird „Reichskanzler“

10. Februar 1933
Für eine differenzierte Auseinandersetzung mit Richard Wagners Werken

11. Februar 1933
Thomas Mann verlässt München

20. März 1933
Abschluss des „Kokordats“ zwischen „Deutschem Reich“ und „Vatikan“

24. März 1933
Der „Reichstag“ beschließt das sogenannte „Ermächtigungsgesetz“

16. April 1933
Der „Protest der Richard-Wagner-Stadt München“ gegen Thomas Mann

17. Juni 1933
Der „Zierbrunnen“ am Shakespeareplatz geht in Betrieb

14. Juli 1933
Das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“

18. Januar 1934
Die Villa von Thomas Mann wird konfisziert

25. September 1934
Elisabeth Braun kauft die „Hildebrand-Villa“

1935
Das bekannte Schmerzmittel „Togal“ wird in 46 Ländern verkauft

18. Oktober 1935
Das „Gesetz zum Schutze der Erbgesundheit des deutschen Volkes“

12. Dezember 1935
Der „Lebensborn“ wird in Berlin gegründet

1936
Heinrich Himmler bestimmt die Aufgaben des „Lebensborn e.V.“

15. August 1936
Das erste Entbindungsheim des „Lebensborn e.V.“ in Steinhöring

4. Oktober 1936
Der Übertritt von Juden zum Christentum hat rassisch keine Bedeutung

3. Dezember 1936
Das „Deutsche Reich“ wird neuer Besitzer der „Thomas-Mann-Villa“

Ende 1937
In der Zentrale des „Lebensborn e.V.“ werden 23 Angestellte beschäftigt

1937
Die Studentenverbindung „Danubia“ kann den Kredit nicht bedienen

28. April 1937
Mögliche Emigranten sind bei der „Finanzbehörde“ anzuzeigen

12. Juni 1937
„Jüdische Rasseschänder“ müssen ins „Konzentrationslager“

11. November 1937
Die „Thomas-Mann-Villa“ wird dem „Lebensborn“ übergeben

1938
Arisierung der Villa des Bankdirektoren-Ehepaares Aufhäuser

Januar 1938
Der „Lebensborn e.V.“ bezieht die ehemalige „Thomas-Mann-Villa“

17. August 1938
„Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen“

9. November 1938
Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung

12. November 1938
Hermann Göring erlässt eine „Sühneverordnung“ für Juden

18. November 1938
Die „Israelitische Kultusgemeinde“ muss Nazi-Maßnahmen durchsetzen

Dezember 1938
Das Anwesen Cuvilliésstraße 22 wird arisiert

Um 1939
Die „Villa Benno Becker“ wird arisiert

1939
Die Villa in der Cuvilliésstraße 22 geht an den „Lebensborn e.V.“

1939
Karl Freiherr von Eberstein bezieht die Villa in der Maria-Theresia-Straße 17

Ab Januar 1939
Elisabeth Braun muss den zusätzlichen Vornamen „Sara“ annehmen

1. Januar 1939
Juden müssen die zusätzlichen Vornamen „Sara“ oder „Israel“ führen

Um Juli 1939
Das „Corpshaus der Suevia“ geht an die Stadt München

September 1939
Die „Luftschutzrettungsstelle“ zieht in die ehemalige „Lauer-Villa“

1. September 1939
Adolf Hitler erlässt den „Euthanasiebefehl“

20. September 1939
Juden müssen die Radioapparate abliefern

1940
Eine „Lebensborn“-Dienststelle ist in der Cuvilliésstraße 22

Um 1940
„Entbindungsheime“ und „Kinderheime“ des „Lebensborn e.V.“

1. Januar 1940
Das „Lebensbornheim Hochland“ in Steinhöring bietet mehr Platz

15. Januar 1940
Umzug der Lebensborn-Zentrale

21. Juni 1940
Elisabeth Braun vermacht ihre Güter der Evangelischen Kirche

Ab 1941
Der „Lebensborn e.V.“ lässt „rassisch wertvolle“ Kinder entführen

16. Juni 1941
Der „Jesuitenpater“ Alfred Delp beginnt seine Tätigkeit als „Seelsorger“

24. Juni 1941
Der „Lebensborn e.V.“ erwirbt die „Bürgermeister-Villa“ in Bogenhausen

August 1941
Hitler lässt den „Euthanasiebefehl“ einstellen

18. August 1941
Elisabeth und Rosa Braun kommen in die „Heimanlage für Juden“

20. November 1941
Elisabeth „Sara“ Braun wird in Kaunas gebracht und ermordet

1. Dezember 1941
Die „Gestapo“ verbietet Juden die Verwertung ihres mobilen Eigentums

1942
Der „Lebensborn e.V.“ beschäftigt in seiner Zentrale 220 Personen

Ab Ende 1942
Dienstwohnungen des „Lebenborn e.V.“ in der „Bürgermeister-Villa“

Februar 1942
Alfred Delp nimmt Verbindungen zum „Kreisauer-Kreis“ auf

24. April 1942
Verbot der Benutzung „öffentlicher Verkehrsmittel“ für Juden

15. Mai 1942
Verbot der Haustierhaltung für Juden

9. Juni 1942
Juden müssen alle entbehrlichen Kleidungsstücke abgeben

1. Juli 1942
Rosa Braun wird nach „Theresienstadt“ gebracht und dort ermordet

18. September 1942
Juden erhalten keine Fleisch-, Milch-, Raucher- und Weißbrotmarken mehr

9. Oktober 1942
Juden wird der Kauf von Büchern verboten

Ab 16. Oktober 1942
Der „Kreisauer Kreis“ beschäftigt sich mit „Staat, Kirche, sozialen Fragen“

Um November 1942
Verbindungen zwischen dem „Kreisauer Kreis“ und dem „Sperr-Kreis“

12. November 1942
Dr. Hermann Joseph Wehrle wird „Kaplan“ in Bogenhausen

18. Dezember 1942
Der „Lebensborn“ in der „Bürgermeistervilla“

April 1943
Lebensborn-Abteilungsleiter Günther Tetsch bezieht die „Bürgermeistervilla“

23. April 1943
Juden wird die „deutsche Staatsangehörigkeit“ entzogen

1. Juli 1943
Deutsche Juden werden dem „Polizeirecht“ unterstellt

2. Oktober 1943
Das Bogenhausener Schulgebäude wird durch Bomben total zerstört

13. Dezember 1943
Gewissensbisse zum „Tyrannenmord“

1944
Die Gebäude der „Beamten-Relikten-Anstalt“ werden zerstört

Sommer 1944
Die „Bürgermeister-Villa“ wird so zerstört, dass sie völlig unbewohnbar ist

Sommer 1944
Der „Lebensborn e.V.“ muss nach Steinhöring verlagert werden

14. Januar 1944
James Graf von Moltke wird verhaftet

Juni 1944
Eine Sprengbombe beschädigt den Westturm des „Reichsfinanzhofs“

20. Juli 1944
Ein Attentat auf Adolf Hitler im „Führerhauptquartier Wolfsschanze“

28. Juli 1944
„Gestapo-Agenten“ nehmen Pater Alfred Delp fest

18. August 1944
„Kaplan“ Dr. Hermann Joseph Wehrle wird von der „Gestapo“ verhaftet

21. August 1944
Freiherrn Ludwig von Leonrod wird zum Tode verurteilt

26. August 1944
Freiherr von Leonrod wird hingerichtet

13. September 1944
„Kaplan“ Dr. Hermann Joseph Wehrle wird in akute Gefahr gebracht

1945
In den „Lebensborn-Heimen“ wurden etwa 8.000 Kinder geboren

Ab 9. Januar 1945
Die „Hauptverhandlung“ gegen Alfred Delp in Berlin beginnt

11. Januar 1945
Alfred Delp wird zum Tode verurteilt

11. Januar 1945
Die Hauptverhandlung gegen Franz Sperr beginnt

15. Januar 1945
Arbeitsfähige Juden sollen in das „Ghetto Theresienstadt“

23. Januar 1945
Franz Sperr wird hingerichtet

2. Februar 1945
Der „Jesuitenpater“ Alfred Delp wird in Berlin-Plötzensee gehängt

29. April 1945
Die „Wehrmacht“ will die „Ludwigsbrücke“ und andere zerstören

8. Mai 1945
Tag der bedingungslosen Kapitulation

Um Oktober 1946
In die ehemalige „Lauer-Villa“ wird eine „Synagoge“ eingebaut

1947
In den Räumen der „Lauer-Villa“ werden „jüdische Schulen“ eingebaut

20. Oktober 1947
Der Prozess gegen den „Lebensborn e.V.“ beginnt

10. März 1948
Der Prozess gegen den „Lebensborn e.V.“ endet

Mai 1948
„Solidaritäts-Kundgebungen“ für den „Staat Israel“

31. Oktober 1948
Enthüllung der Gedenktafel an der Bogenhausener „Georgskirche“

1950
Beim „Togalwerk“ wird der 100. Mitarbeiter eingestellt

7. Juli 1950
Grundsteinlegung für ein Fabrikationsgebäude der „Firma Togal“

17. Dezember 1950
Die Arbeit des „Zentralkommitees der befreiten Juden“ wird eingestellt

1951
Das „Gesetz über Wohnungseigentum“ ermöglicht Eigentumswohnungen

1952
Das „Kindergärtnerinnen-Seminar“ zieht in die Räume der „Lauer-Villa“

1956
Das „Französische Konsulat“ zieht in die Möhlstraße 10

1958
Ein Neubau für die „Sozialpädagogische Fachschule“

2. Juli 1959
Provisorische Ludwig-II.-Denkmal am „Friedensengel“

1960
Erbstreitigkeiten bei „Togal“

17. März 1960
Münchens Städtepartnerschaft mit Verona

30. Juli 1960
Liesl Karlstadt wird am Ostfriedhof beigesetzt

1962
In 14 Münchner „Ziegeleien“ werden 100 Millionen Steine gebrannt

1967
Die „Evangelisch-lutherische Landeskirche“ verkauft

Ab 1969
Die „Sankt-Georgs-Kirche“ in Bogenhausen wird renoviert

1969
Die „Villa Benno Becker“ wird abgerissen

1969
Die „Raulino Treuhand- und Verwaltungs AG“ kauft die „Hildebrand-Villa“

1971
Die „Georgskirche“ erhält einen rosaroten Außenanstrich

1972
Ein „Bibliotheksgebäude“ für den „Bundesfinanzhof“ wird erbaut

1974
Umbenennung in „Fachakademie für Sozalpädagogik

17. Oktober 1974
Das „Hildebrand-Haus“ wird von der Stadt gekauft

1977
Die „Monacensia-Bibliothek“ öffnet ihre Pforten

1978
Der „Bürgermeistergarten“ wird der Öffentlichkeit übergeben

1980
Das „Togalwerk“ ist Markenführer im Bereich „Fußpflege“

1981
Ein Gedenkstein zur Erinnerung an Pater Alfred Delp

7. Februar 1983
Eine „Pershing II“-Rakete auf den leeren Sockel des „Friedensengels“

1984
Die „Fachakademie für Sozialpädagogik“ zieht nach Obergiesing um

Ab 1992
Der „Bundesfinanzhof“ bekommt einen Erweiterungsbau

1992
Der Außenanstrich der Bogenhausener „Georgskirche“ wird Grau

30. April 2000
Die „Georgskirche“ in Bogenhausen wird im neuen Glanz eröffnet

3. November 2000
Die „August-Everding Theater-Akademie“ in Bogenhausen

Bis 20. September 2004
Togal schlägt über 160 Kauf- und Fusionsangebote aus

2012
Auf dem Gelände des „Togalwerks“ entstehen 60 Eigentumswohnungen

17. Juli 2013
Die Finanzierung des „Bayreuther Festspielhauses“ steht

11. Dezember 2016
Trambahn-Linie 25 bis zum „S-Bahnhof Berg am Laim“ verlängert