Hexenverfolgung

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DatumEreignis
1000Der Begriff Hexe leitet sich vom althochdeutschen Hagazussa ab
2. 12 1232Die Dominikaner verfolgen die neue Hexen-Ketzer-Sekte
1250Thomas von Aquin beschäftigt sich mit dem „Teufelspakt“
1386Die „​alt Schöttin
1398Ein Gutachten wertet alle Zauberei als „Götzen- und Teufelsanbetung“.
1402„Magie“ kann immer nur mit Hilfe des Teufels ausgeübt werden
1420Der nächste Schritt zur Kriminalisierung der „Magie“
1425„Hexerei“ als eines der verabscheuungswürdigsten Verbrechen
1427Die „schöne Ursel“ von Wolfratshausen wird als Hexe aus der Stadt gejagt
1430Ein fünfbändiger Entwurf für einen „christlichen Idealstaat“
1431Dem „Zauberer“ Schneider werden die Augen ausgestochen
5. 11 1439Herzog Amadeus VIII. wird zum „Gegenpapst“ Felix V. gewählt
1454Zwei Frauen wegen „Zauberei“ auf den Pranger gestellt
1455Dr. Johann Hartlieb verfasst ein Buch über die Kunst der Zauberei
1460Sebolt Schönmacher wird aus der Stadt gewiesen
1469Der Henker muss die „Huntlerin“, eine „Zauberin“, aus der Stadt treiben
1474Heinrich Institoris wird „Inquisitor der oberdeutschen Ordensprovinz“
1481Die „Hexen-Verfolgungskampagne“ in der „Diözese Konstanz“
1484Papst Innozenz VIII. erlässt eine „Hexenbulle“
1484Papst Innozenz VIII. erlässt die Bulle „Summis desiderantes“
1485Die „Hexenverfolgung“ in der „Diözese Brixen“ scheitert
1486Der berüchtigte „Hexenhammer“ wird veröffentlicht
1487Heinrich Institoris veröffentlicht den „Hexenhammer“
2. 10 1491Die Reichsstadt Nürnberg nimmt ein Hexen-Gutachten unter Verschluss
1532Die „peinliche Halsgerichtsordnung” setzt auf „Zauberei“ den „Feuertod“
1536Nürnbergs Rat verbietet den „Besuch von Zauberern und Wahrsagern“
1542Die „Agnes auf dem Färbergraben“ erhält einen „Stadtverweis“
1544Baiern kennt nur die „Strafbarkeit des Schadenszaubers“
1559Die „Jesuiten“ schaffen langsam ein Klima für die „Hexenjagd“
1560Die Missernten haben aufgrund der Klimaveränderung zugenommen
3. 8 1562Ein großes Hagelunwetter vernichtet den Wein und das Getreide
1563Der „Teufelspakt“ gilt als Wesensmerkmal des „Hexerei-Delikts“
1563Der Jesuiten Petrus Canisius predigt die „Hexenverfolgungen“
1567Die „Württembergische Landesordnung“ und das neue „Hexerei-Delikt“
1572Der „Teufelspakt“ zieht die „Todesstrafe“ nach sich
26. 7 1576Der Hexenbischof Marquard II. vom Berg regiert im Hochstift Augsburg
1578Die ursprüngliche Bezeichnung für „Hexe“ ist in München „Unholdin“
11. 3 1578Margarete Schiller wird als erste Hexe in München verbrannt
1580Der „Jesuitenpater“ Jeremias Drexel bekämpft die Hexen
1581Erste Hexenverfolgungen in der „Grafschaft Werdenfels“
1582Im „Kurpfälzischen Landrecht“ steht für den „Teufelspakt“ die „Todesstrafe“
1585In einer Bulle verbietet Papst Sixtus V. sämtliche Zauberbücher
1586In Oberstdorf werden etwa 25 Personen als „Hexen“ verbrannt
1587Zwischen 1587 und 1591 gibt es in Dillingen 17 weibliche Todesopfer
1588Im „Badischen Landrecht“ gilt für den „Teufelspakt“ die „Todesstrafe“
1589Die Münchner Brauersgattin „Kalteneckerin“ wird der „Hexerei“ bezichtigt
1589Peter Binsfeld und sein Buch „Von Bekanntnuss der Zauberer und Hexen“
1589In Schwabmünchen beginnen die „Hexenverfolgungen“
1589Auch Ingolstadt wird vom „Hexenwahn“ ergriffen
30. 10 1589Anwendung der „Folter“ bei den „Werdenfelder Hexen“ befohlen
3 1589Maximilian I. ist bei „Folterungen von Hexen“ anwesend
7 1589Hexen-Verfolgung nach Hagelschäden und Ernteausfälle in Schongau
24. 7 1589Alle bösen Leute und Unholden sollen umgehend verhaftet werden
8 1589Der „Schongauer Hexenprozess“ beginnt
28. 9 1589Hexenverfolgungen in der Grafschaft Werdenfels
1590Ehefrauen Münchner Bierbrauer werden der Hexerei verdächtigt
1590In Oberstdorf werden noch einmal 68 Frauen als „Hexen“ verbrannt
1590Im „Pfleggericht Rettenberg“ werden 25 „Hexen“ ermordet
10 1590Den „Hexenmalen“ kommt keine Beweiskraft mehr zu
10. 3 1590Die Einstellung gegenüber den „Hexenverfolgungen“ ändert sich
2. 4 1590Gesetzgebung gegen das Hexenverbrechen
6. 4 1590Die Hexen-Gutachten des „Hofrats“ und der „Universität Ingolstadt“
5 1590Der „Hofrat“ erlässt die „Gemeine General Instruction“
10. 5 1590Bei einem Gewitter stürzt der Turm der neuen „Michaels­kirche“ ein
14. 5 1590Der Student Maximilian I. berichtet völlig unberührt von den Folterungen
6 1590In München findet ein erster „Hexenprozess“ statt
2. 7 1590Der von Herzog Wilhelm V. ausgehende Hexenprozess ist zu Ende
24. 9 1590„Instruktion über die Behandlung von Unholden“
1591„Die Zauberer sollst du nicht leben lassen“
1591Peter Binsfelds Buch erscheint in München in deutscher Sprache
1591Die Familie Pämb lebt im „Kelheimer Armenhaus“
5. 11 1591Die beiden letzten „Werdenfelser Hexen“ werden hingerichtet
1592Die „Schongauer Hexenverfolgung“ endet mit der Hinrichtung von 63 Frauen
1596Herzog Wilhelm V. ermahnt den Münchner Rat
1598Eine „Zaubergesellschaft“ sitzt in der „Schergenstube“ in Haft
20. 10 1600Agnes Klostermüller wird erneut zur „Tortur“ geschleppt
24. 10 1600Ein „Selbstmordversuch“ der Agnes Klostermüller scheitert
26. 11 1600Die Scheiterhaufen lodern auf dem Münchner Galgenberg erneut
2 1600Die Familie Pämb lebt beim Kleinbauern Ulrich Schölz bei Riedenburg
3 1600Der Münchner „Hofrat“ ordnet die „Folter“ an
16. 4 1600Die Familie Pämb wird im „Falkenturm“ eingekerkert
17. 4 1600Eine vierköpfige Kommission untersucht die „Landfahrerfamilie“ Pämb
19. 4 1600Die „Inquisitoren“ nehmen sich den Vater Paulus Pämb vor
24. 4 1600Nach dem Vater muss Michael Pämb in den „Wippgalgen“
28. 4 1600Zuletzt widmen sich die „Hofräte“ der betagten Mutter Anna Pämb
30. 4 1600Die alte Anna „Pämbin“ widerruft sie ihre Aussage
5 1600Die Familie des Klostermüllers wird der „Hexerei“ bezichtigt
5 1600Ein zusätzlicher „Hexenturm“ muss eingerichtet werden
5 1600Paulus, Michael und Gumpprecht bestätigen, selbst „Hexer“ zu sein
26. 7 1600Die Hofkommissare fällen ihr Urteil im Pappenheimer-Prozess
29. 7 1600Die Delinquenten werden in Ketten zum Schrannenplatz geführt
29. 7 1600Die herzogliche Justiz demonstriert ihre unvorstellbare Bestialität
29. 7 1600Die Teufelsbrut wird unter jämmerlichem Geschrei verbrannt
29. 7 1600Der elfjährige Hansel Pämb muss der Hinrichtung seiner Eltern beiwohnen
11. 8 1600Agnes Klostermüller wird elfmal aufgezogen
1608Die „schwarze Christlin“ kommt mit etlichen „Ansegenweibern“ in Haft
12. 4 1608Dr. Wagnereckh präsentiert sein „Aberglaubens- und Hexenmandat“
5 1608Der „Beyerin von Winden“ wird der „Hexen“-Prozess gemacht
26. 5 1608„Schadenszauber und Hexerei“ auch in Donauwörth
3 1609Der „Donauwörther Hexenprozess“ greift auf Wemding über
10 1610Ein „Aberglaubens- und Hexenmandat“ für das „Hochstift Augsburg“
30. 3 1610Friedrich Förner erlässt für Bamberg ein „Aberglaubens- und Hexenmandat“
5 1610„Hofrat“ Wagnereckh legt sein „Aberglaubens- und Hexenmandat“ vor
1611„Landgebot gegen Aberglauben, Zauberei, Hexerei und Teufelskünste“
24. 1 1611Dr. Cosmas Vagh legt dem „Hofrat“ sein „Hexen-Mandat“ vor
2 1611Das baierische „Aberglaubens- und Hexenmandat“ geht in Druck
12. 2 1611Das baierische „Aberglaubens- und Hexenmandat“ liegt gedruckt vor
28. 3 1611Der „Geheime Rat“ will das „Hexen-Mandat“ nicht veröffentlichen
7 1611Der „Hexenrichter“ Dr. Gottfried Sattler muss in den „Falkenturm“
1612Die verfolgungskritischen „Politiker“ kriegen die Mehrheit
1612In den fränkischen „Hochstiften“ weitere „Hexenverfolgungen“
21. 1 1612Eine „Strafarbeit“ für die voreiligen Juristen
3 1612Das baierische „Aberglaubens- und Hexenmandat“ wird veröffentlicht
21. 7 1612Das Aberglaubens- und Hexenmandat zeigt keine große Wirkung
1613Der Münchner „Henker“ Hans Stadler wird wegen „Zauberei“ angeklagt
23. 5 1613Dr. Gottfried Sattler wird in Markt Schwaben hingerichtet
1614Der zwölfjährige Onophrius Mießl kommt in den Verdacht der „Hexerei“
1615„Mit Feuer und Schwert ist diese schlimmste menschliche Pest zu vertilgen“
4. 12 1615Der „Stadtrat“ beschließt die Hinrichtung der drei „Hexen“
12. 9 1615Das „Münchner Stadtgericht“ kommt unverhofft zu einem „Hexenprozess“
1616In Bamberg müssen 159 Menschen als „Hexen“ sterben
1616In Würzburg kommt es zu Hexen-Verfolgungen
21. 1 1616Der Hexenprozess gegen die Familie Schwerzin wird wieder aufgenommen
8. 11 1616„Elsl“ Schwerzin wird als „Hexe“ hingerichtet
1617Im „Bistum Eichstätt“ beginnen die Hexen-Verfolgungen
1618Hexenprozesse gegen Kinder in Augsburg
1 1618„Bärbl“ Schwerzin wird dem „Heiliggeist-Spital“ übergeben
1622Herzog Maxililian I. veröffentlicht Mandate zu den Hexenprozessen
1625Im „Fürstbistum Bamberg“ werden 630 Menschen als „Hexen“ hingerichtet
1626Die „Hexenverfolgungen“ in Bistum Würzburg werden ausgeweitet
1626Erste Stimmen der „Jesuiten“ gegen die „Verfolgung der Hexen“
1. 3 1627Ursula Bonschab wird der „Hexerei“ beschuldigt
8. 5 1627Ursula Bonschab wird „von Rechts wegen“ als Hexe verbrannt
1628Im „Fürstentum Pfalz-Neuburg“ sterben über 100 „Hexen“
1629Wemding ist erneut das Zentrum einer „Hexenverfolgung“
1629Auch Ingolstadt bekommt noch einen „Hexenprozess“
6. 7 1629Erfolgreiche Einführung einer neuen Foltermethode
12. 1 1631Hexen werden begnadigt, wenn sie sich freiwillig stellen
5 1631Friedrich Spees Schrift gegen Folter und „Hexen-Verfolgungen“
1641Ermittlungen wegen des Auftauchens von „Werwölfen“
8. 9 1642 Johann Philipp von Schönborn untersagt die Hexenverfolgungen
1643Der letzte große „Hexenprozess“ in Rain am Lech im Kurfürstentum
1665Das „Landgebot gegen Aberglauben und Hexerei“ wird erneuert
9. 1 1666Der 78-jährige Greis Simon Altseer wird als „Hexer“ hingerichtet
1675Der „Zauberer-Jackl-Prozess“ im „Fürstbistum Salzburg“
1701Noch mindestens 100 Personen im Verdacht der „Hexerei“
17. 9 1701Die 17-jährige Maria Theresia Käser wird als Hexe hingerichtet
1715Der große baierischen „Kinderhexenprozess“ in Freising
1717Der der „Hexerei“ beschuldigte Andre erhängt sich in seiner Zelle
12. 11 1717Drei Jungen werden mit „Schwert und Feuer“ hingerichtet
1721Die Anklage von „Diebstahl“ in „Hexerei“ umgewandelt
1721In München lodert das letzte „Hexenfeuer“
1723Weitere Hinrichtungen im „Freisinger Prozess“
1746Das „Landgebot gegen Aberglauben und Hexerei“ wird erneut veröffentlicht
1746Kurfürst Max III. Joseph erlässt ein Hexenmandat
1750Der Maria Pauer wird der Prozess wegen „Schadenszauber“ gemacht
1751Das „Kriminalrecht“ des Freiherrn Wiguläus von Kreittmayr
1751Das Strafgesetzbuch bestimmt auch über Hexen
1753Noch viele Opfer, bis die „Hexenprozesse“ enden
13. 10 1766Don Ferdinand von Sterzinger hält Reden gegen den Hexenwahn
4. 4 1775Die als „Hexe“ verurteilte Anna Maria Schweglin soll hingerichtet werden
1781Anna Maria Schweglin stirbt im Gefängnis
1782Die letzte „Hexe“ im „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation“
7. 7 1806Die „Tortur“ wird abgeschafft
1815 Ketzerei, Zauberei und Hexerei“ sind nicht mehr strafbare Tatbestände
8 1986Papst Johannes Paul II. bekräftigt die Existenz des Satans
24. 4 1992Bayern hat die meisten „Hexengläubigen“
7. 2 2013Die 20-jährige Leniata Kepari wird bei lebendigem Leib als „Hexe“ verbrannt
420Der „Kirchenlehrer“ Aurelius Augustinus beschäftigt sich mit den „Hexen“