Juden

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DatumEreignis
10. 4 1096Die „Kreuzfahrer“ drohen den „Juden“ mit einem „Massaker“
5 1096Die „Pilger“ des „Vor-Kreuzzuges“ hinterlassen eine blutige Spur
15. 7 1099Die Kreuzfahrer können Jerusalem einnehmen
6. 1 1103Kaiser Heinrich IV. verkündet den Reichslandfrieden
1146Der „Reichslandfrieden“ aus dem Jahr 1103 hält
1229Ein „Abraham von München“ in einer Regensburger Urkunde
1285Ein Münchner Jude soll einen christlichen Knaben ermordet haben
1310Juden dürfen den Christen die Teile geschlachteter Tiere verkaufen
21. 7 1315König Ludwig der Baier erlässt das erste Münchner Judenrecht
4. 7 1348Papst Clemens VI. gegen die Verfolgung von Juden
26. 9 1348Papst Clemens VI. droht den Verfolgern mit Exkommunikation
1349Die Pest mündet in Pogrome
16. 9 1390König Wenzel hebt alle Judenschulden in Baiern auf
29. 3 1416Den Juden wird ein Platz für einen Friedhof zugewiesen
1425„Hexerei“ als eines der verabscheuungswürdigsten Verbrechen
1427Die „schöne Ursel“ von Wolfratshausen wird als Hexe aus der Stadt gejagt
4. 7 1439Die Münchner Juden entrichten eine außerordentliche Reichssteuer
1442Herzog Albrecht III. vertreibt alle Juden aus seinem Teilherzogtum
1553Juden ist der Aufenthalt im Herzogtum Baiern verboten
29. 9 1616Aufenthalts-, Handels- und Gewerbeverbot für Juden erneuert
10. 5 1641Die Bronzeputti auf dem Säulensockel der „Mariensäule“ werden aufgestellt
11. 4 1715Kurfürst Max Emanuel lässt er alle Juden aus dem Land weisen
2. 9 1718Kurfürst Max Emanuel erteilt dem Pferdehändler Joseph Mändle Hofschutz
1720Kurfürst Max Emanuel verschuldet sich bei jüdischen Geldgebern
5. 10 1722Kurprinz Carl Albrecht heiratet Erzherzogin Maria Amalia von Österreich
9. 8 1723Simon Wolf Wertheimer wird zum „geheimen Hofjuwelier“ ernannt
26. 2 1726Kurfürst Max Emanuel stirbt hochverschuldet in München
1728In München leben 17 Juden in acht Haushalten
1777Ignaz Mayer kommt nach München
1779Eine kleine jüdische Gemeinde
1785Ignaz Mayer heiratet Chaila Seligmann
1799Aron Elias Seligmann kommt nach München und wird „Hofagent“
16. 6 1799Leere Staatskassen und unüberschaubare Schulden
1804Aron Elias Seligmann übernimmt das „Rechnungswesen“
1807Ignaz Mayer gewährt der königlichen „Centralkasse“ 100.000 Gulden
1810Freiherr Adam von Aretin verkauft sein Grundstück an Raphael Kaula
10. 6 1813Im Königreich Baiern tritt das Judenedikt in Kraft
22. 9 1814Aron Elias Seligmann wird in den Adelsstand erhoben
25. 1 181539 jüdische Männer gründen die „Israelitische Kultusgemeinde“
24. 3 1816Die erste Bestattung auf dem „jüdischen Friedhof“
1818Das „Eichthal-Palais“ an der Brienner Straße 12 wird von Klenze erbaut
1819Leonhard von Eichthal konvertiert zum katholischen Glauben
21. 10 1819Baron Aron Elias von Eichthal konvertiert zum katholischen Glauben
5. 3 1819Ein Antrag gegen den jüdischen Hausiererhandel
10. 7 1819Ein Maßnahmenkatalog zur Eingrenzung des jüdischen Hausiererhandels
22. 7 1819Eingrenzung des jüdischen Hausiererhandels beschlossen
8 1819Judenverfolgung inden fränkischen Landesteilen
1824Baubeginn der „Synagoge“ in der heutigen Westenriederstraße
11. 1 1824Baron Leonhard von Eichthal stirbt in München
26. 7 1824Grundsteinlegung für die jüdische Synagoge an der Westenriederstraße
1825Simon von Eichthal erwirbt den sumpfigen „Heilig-Geist-Anger“
9. 4 1826Die „Synagoge“ in der Westenriederstraße wird eingeweiht
1829Der jüdische Mitbürger Raphael Kaula wird in den Adelsstand erhoben
1830In München leben 825 Juden
1838Simon von Eichthal verkauft sein Palais an den „Konditor“ Carl Rottenhöfer
1839Simon Freiherr von Eichthal muss die „Lederfabrik“ mehrmals erweitern
31. 3 1854Joseph Schülein kommt in Thalmässing zur Welt
1860Die Bautätigkeit für das „Gärtnerplatz-Viertel“ beginnen
1861Der sogenannte „Matrikelzwang“ wird aufgehoben
30. 1 1866Finanzielle Unterstützung für den Bau einer größeren „Synagoge“
1878Das „katholische Stadtpfarramt“ lehnt die „Leichenverbrennung“ ab
16. 9 1887Die Münchner Haupt-Synagoge wird eingeweiht
12 1891Die erste antisemitische Gesellschaft in München gegründet
10 1893Die antisemitische Aktion „Kauft nicht bei Juden“
1897Die bayerischen Juden lehnen die „Zionistische Bewegung“ ab
1898Die arische Wiener „Alpine Gesellschaft D‘Reichensteiner“
1899Das „Kaufhaus Hermann Tietz“ wird als erstes Kaufhaus eröffnet
1899Die arische „Alpenvereins-Sektion Brandenburg des DuOeAV“
3 1900Antisemitische Ausschreitungen im „Kreuzbräu“
1905Paul Nicolaus Cossmann konvertiert zum katholischen Glauben
1. 8 1914Aufruf an die deutschen Juden!
2. 11 1917England verspricht den Juden ein „national home“ in Palästina
23. 3 191725 Jahre „Synagoge“ an der Herzog-Rudolf-Straße
19. 10 1918Die Juden als Blitzableiter für alles Unrecht benutzen
20. 11 1918Pacelli begründet seine Ablehnung der Regierung Eisner
3. 11 1918Wilhelm II. denkt nicht an abdanken
8. 11 1918Thomas Mann und die Revolutionäre
9. 11 1918Die Thule-Gesellschaft bekämpft die Revolution
10. 12 1918Antisemitismus im Buchloer Anzeigenblatt
6. 12 1918Die antisemitischen Tendenzen des Bayerischen Kuriers
7. 12 1918Räte: Der Abschaum der Bevölkerung
12. 4 1919Die BVP wehrt sich gegen land- und rassefremde Elemente
14. 4 1919Die Regierung Hoffmann arbeitet mit Rechtsextremisten zusammen
29. 4 1919Dem Münchener Spießer geschah es schon recht
9. 4 1919Gemäßigte Linke wollen kommunistische Führer der Räterepublik verhaften
14. 9 1919Der Antisemitismus von Hitlers Förderer
16. 3 1920Der „Antisemitismus“ wird gewalttätig
1921Die „Alpenvereins-Sektion München“ führt den „Arier-Paragraphen“ ein
1921Der „Österreichische Gebirgsverein - öGV“ führt den „Arier-Paragraphen“ ein
1921Der „Österreichische Alpenklub - öAK“ führt den „Arier-Paragraphen“ ein
10 1921In der „Sektion Austria des DuOeAV“ gilt der „Arier-Grundsatz“
4 1921Die ausgeschlossenen Juden gründen die „Sektion Donauland“
8. 4 1921Ludwig Thoma hetzt im viel gelesenen „Miesbacher Anzeiger“
6 1921Die „Sektion Donauland“ wird mit einer Stimme Mehrheit genehmigt
18. 8 1921Im „Miesbacher Anzeiger“ erscheint der letzte Hassartikel von Ludwig Thoma
1922Die „Akademische Sektion Dresden“ führt den „Arier-Paragraphen“ ein
14. 12 1924Der „Alpenverein“ schließt die jüdische „Sektion Donauland“ aus
1926Das Anwesen Friedenstraße 40 gehört der Firma „L. Bernheimer oHG“
3. 12 1933Michael von Faulhabers „Adventspredigt“ in der „Michaelskirche“
1. 4 1933Die NSDAP ruft zum reichsweiten „Judenboykott“ auf
13. 4 1933„Wider den undeutschen Geist!“
26. 4 1933Die „Bücherverbrennungs-Listen“ werden veröffentlicht
6. 4 1933„Für volksbewusstes Denken und Fühlen im deutschen Schrifttum“
7. 4 1933Das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“
5. 5 1933Ein „Hirtenbrief“ der bayerischen Bischöfe
6 1933Professor Dr. Ernst von Romberg hält weiterhin Vorträge
6 1933Die jüdische Gesellschaft in München und Bayern
6 1933Kleine „Personen jüdischer Abstammung“ auf der „Auer Sommerdult“
11. 7 1933Juden dürfen nicht mehr auf christlichen Friedhöfen beigesetzt werden
9 1933Juden werden für das Oktoberfest nicht mehr zugelassen
1935Hans Gruß wird von den Nazis entlassen
18. 10 1935Das „Gesetz zum Schutze der Erbgesundheit des deutschen Volkes“
2. 6 1935Wohnungskündigungen gegenüber jüdischen Mietern sind möglich
17. 8 1935Anfertigung einer zentralen „Judenkartei“ durch die „Gestapo“
15. 9 1935Die Nürnberger Gesetze bringen die völlige Entrechtung der Juden
1936Die „Diakonissinnen“ kündigen aus „rassischen Gründen“ ihren Dienst auf
4. 10 1936Der Übertritt von Juden zum Christentum hat rassisch keine Bedeutung
8. 11 1937Die Ausstellung „Der ewige Jude“ wird eröffnet
12. 6 1937Jüdische Rasseschänder müssen ins Konzentrationslager
25. 7 1937Karl Valentin greift Heinz Rühmann persönlich an
1938Die Zahl der sogenannten „Rassejuden“ liegt in München bei etwa 6.350
10 1938Die „Reichsfluchtsteuer“ für die Familie Haas wird auf 125.000 RM festgesetzt
27. 10 1938Das „Deutsche Reich“ lässt 17.000 Juden verhaften
5. 10 1938Die Ausweise der Juden müssen mit einem roten „J“ versehen werden
10. 11 1938„Propagandaminister“ Joseph Goebbels erlässt einen „Aufruf an Alle!“
12. 11 1938Hermann Göring erlässt eine „Sühneverordnung“ für Juden
18. 11 1938Die „Israelitische Kultusgemeinde“ muss Nazi-Maßnahmen durchsetzen
22. 11 1938Vertreibung der Juden aus „arischen“ Wohnhäusern
28. 11 1938„Anweisung zur Erfassung der jüdischen Wohnungen“
8. 11 1938Gryspans Bluttat zum politisch motivierten Mordanschlag hochstilisiert
9. 11 1938Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung
9. 11 1938Die „Ohel-Jakob-Synagoge“ geht in Flammen auf
12 1938Das Anwesen Cuvilliésstraße 22 wird arisiert
3 1938Kein Jude darf im Aufsichtsrat tätig sein
21. 6 1938Anteile der Cenovis-Werke gehen an die Maggi GmbH Berlin
13. 7 1938Die Cenovis ist in rein arischem Besitz
8. 7 1938Martin Bormann verlangt die Erfassung jüdischer Wohnsituationen
17. 8 1938„Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen“
18. 8 1938Vertreibung der Juden aus „arischen“ Wohnhäusern
1939Zwangseinquartierungen jüdischer Menschen
1939Das „Judenhaus“ in der Richard-Wagner-Straße 11
1939Gerhard Haas kommt als „Deutscher Kriegsfeind“ in ein „Internierungslager“
1. 1 1939Juden müssen die zusätzlichen Vornamen „Sara“ oder „Israel“ führen
24. 1 1939Vorbereitung der „Endlösung der Judenfrage“
9. 3 1939Probleme bei der Finanzierung des „Hauses der Deutschen Architektur“
30. 4 1939Juden müssen in „Judenhäuser“ ziehen
20. 9 1939Juden müssen die Radioapparate abliefern
19. 7 1940Den Juden werden die Telefonanschlüsse gekündigt
1941Beginn der „Zwangsevakuierung“ von Juden
23. 10 1941Die „Verhinderung der Auswanderung jüdischer Menschen“ angeordnet
20. 11 1941Elisabeth „Sara“ Braun wird in Kaunas gebracht und ermordet
20. 11 1941Der erste Transport von 1.000 Münchner Juden nach Kaunas
1. 12 1941Die „Gestapo“ verbietet Juden die Verwertung ihres mobilen Eigentums
12. 12 1941Juden dürfen öffentliche Telefone nicht mehr benutzen
4 1941Liste für die „Wiedervermietungen freigewordener Judenwohnungen“
18. 7 1941Die Heimanlage für Juden in Berg am Laim wird geöffnet
18. 8 1941Elisabeth und Rosa Braun kommen in die „Heimanlage für Juden“
1. 9 1941Alle jüdischen Bürger müssen den gelben „Judenstern“ tragen
1942Richard-Wagner-Straße 11 wird arisiert
9. 10 1942Juden wird der Kauf von Büchern verboten
30. 11 1942In ganz Bayern leben noch 1.390 „Rassejuden“
24. 4 1942Verbot der Benutzung „öffentlicher Verkehrsmittel“ für Juden
15. 5 1942Verbot der Haustierhaltung für Juden
9. 6 1942Juden müssen alle entbehrlichen Kleidungsstücke abgeben
1. 7 1942Schulunterricht für Juden verboten
20. 7 1942Die Endlösung der Judenfrage wird beschlossen
18. 9 1942Juden erhalten keine Fleisch-, Milch-, Raucher- und Weißbrotmarken mehr
23. 4 1943Juden wird die „deutsche Staatsangehörigkeit“ entzogen
6 1943In München gibt es nur mehr 483 Juden
30. 6 1943Die Arisierungsstelle hat ganze Arbeit geleistet
1. 7 1943Deutsche Juden werden dem Polizeirecht unterstellt
15. 1 1945Arbeitsfähige Juden sollen in das „Ghetto Theresienstadt“
5 1945Die Amerikaner finden in München nur noch 84 Juden vor
8. 5 1945Nur noch 64 überlebende Juden in München
10 1946In die ehemalige „Lauer-Villa“ wird eine „Synagoge“ eingebaut
1947In den Räumen der „Lauer-Villa“ werden „jüdische Schulen“ eingebaut
17. 12 1950Die Arbeit des „Zentralkommitees der befreiten Juden“ wird eingestellt
1955„Ich würde genau wieder so leben wollen. Ich bereue nichts“
13. 2 1970Brandanschlag auf das „jüdische Altersheim“ an der Reichenbachstraße
13. 2 1970Brandanschlag auf das jüdische Altersheim an der Reichenbachstraße
8. 11 1998Oberbürgermeister Ude enthüllt die Gedenktafel an die „Reichskristallnacht“
2005Die vielleicht orthodoxeste jüdische Gemeinde in Deutschland
9. 11 2006Die Hauptsynagoge am Jakobsplatz wird eingeweiht
8. 11 2009„Gedenktafel an die Reichskristallnacht“ am „Alten Rathauses“ angebracht
21. 5 2014Eine Gedenktafel für jüdische Juristen
23. 11 2017Bundesstaatsanwaltschaft stellt Brandanschlag-Ermittlungen ein
25. 4 2017Hat die Bayerische Staatsregierung Frieden mit Kurt Eisner geschlossen?
9. 11 2018Gedenktafeln für die Familie Schülein