Fakten

10. März 1590

Die Einstellung gegenüber den „Hexenverfolgungen“ ändert sich

München * Dr. Johann Georg Herwarth von Hohenburg wird zum „Geheimen Rat“ und „Obristkanzler“ ernannt.

Mit seiner Berufung ändert sich die Einstellung gegenüber den „Hexenverfolgungen“.
Denn der Jurist versucht diese mit den Mitteln des geltenden „Strafprozessrechts“ einzudämmen und bestreitet jedes „Ausnahmerecht“.

Der Grund dafür ist, dass hier Ermittlungen, Verfolgungen und Verurteilungen wegen „Hexerei und Zauberei“ ohne entsprechende landesherrliche Gesetze und Vorgaben eingeleitet und vollstreckt werden.
Zu zahlreich sind die Übergriffe und Unregelmäßigkeiten geworden.

Um den gesetzlosen Zustand zu beenden, leitet Dr. Johann Georg Herwarth von Hohenburg - noch während im baierischen Herzogtum die „Hexenprozesse“ in Schongau, Ingolstadt und München laufen - eine „Gesetzgebung gegen das Hexenverbrechen“ und damit die „Eindämmung der Hexenverfolgung“ im Herzogtum Baiern ein.